Die Unionsfraktion unterstützt Pläne von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und der Deutschen Bahn, die Sanierung von Schienenkorridoren zeitlich zu strecken. Fraktionsvize Stephan Stracke (CSU) betont, Wunsch und Wirklichkeit passten bei den Bauprojekten nicht zusammen.
Realistische Planung statt Ernüchterung
"Bei den Korridorsanierungen mussten wir feststellen, dass Wunsch und Wirklichkeit nicht zusammenpassen, zuletzt bei der Strecke Hamburg-Berlin", sagte Stracke der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Das Konzept müsse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
Erfolg sei das Ziel, nicht Ernüchterung, so der Verkehrspolitiker. Bauzeiten müssten realistisch geplant und eingehalten, Ersatzverkehre verlässlich organisiert werden. Die zeitliche Streckung der Korridorsanierungen sorge dafür, dass all dies künftig besser funktionieren könne. Das sei man vor allem den Menschen schuldig, die tagtäglich auf den Zug angewiesen seien.
Investitionsrückstau steigt weiter
Trotz der Korridorsanierungen ist der Sanierungsbedarf beim deutschen Schienennetz zuletzt weiter angestiegen. Der "Tagesspiegel Background" hatte unter Berufung auf Unterlagen der DB InfraGO berichtet, dass der Investitionsrückstau 2024 um 6,9 Milliarden Euro und 2025 um 2,6 Milliarden Euro zunahm.