US-Präsident schwankt zwischen Eskalation und Diplomatie im Iran-Konflikt
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran bleiben hoch, während US-Präsident Donald Trump weiterhin zwischen martialischen Drohungen und diplomatischen Signalen oszilliert. Wie n-tv berichtet, inszeniert sich Trump zwar als großer Kriegsherr, doch hinter den Kulissen scheint die US-Regierung ratlos, wie der Konflikt gelöst werden kann. Der Präsident drohte dem Iran erneut mit harten Konsequenzen, sollte das Regime in Teheran keinen Deal akzeptieren. Gleichzeitig betonte er auf seiner Plattform Truth Social, dass ein Abkommen kurz bevorstehe, das die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran umfassen könnte. Das iranische Regime dementierte diese Aussagen jedoch umgehend.
USA kämpfen mit Raketenmangel
Laut t-online steckt Trump in einer Sackgasse: Einerseits scheitern die diplomatischen Bemühungen bisher an einer dauerhaften Entspannung, andererseits stoßen die USA militärisch an ihre Grenzen. Berichte über sinkende Vorräte an wichtigen Raketen wie Tomahawk-Marschflugkörpern oder Patriot-Flugabwehrraketen deuten auf logistische Engpässe hin. Das Center for Strategic and International Studies warnt, dass die Bestände für weitere Angriffe zwar ausreichen, danach aber aufgebraucht wären – was die Handlungsfähigkeit der USA in anderen potenziellen Konflikten einschränken könnte. Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth wiesen diese Berichte zurück, doch die bloße Diskussion darüber schwächt die Verhandlungsposition Washingtons.
Trump setzt auf Diplomatie statt Krieg
Der Tagesspiegel zitiert Trump mit den Worten, er wolle lieber einen Deal schließen, „weil ich keine Menschen töten will“. In einer Rede vor Anhängern in Las Vegas betonte er, man rede mit dem Iran, ohne konkrete Details zu nennen. Gleichzeitig hoffte er auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus, die für den globalen Öltransport von zentraler Bedeutung ist. Vizepräsident JD Vance unterstrich, die USA würden alle verfügbaren Mittel – militärische, wirtschaftliche und diplomatische – einsetzen, um eine Lösung zu finden.
Huthis blockieren wichtige Handelsrouten
Die Lage in der Region bleibt angespannt: Wie Reuters und AFP melden, hat die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen zwei saudiarabische Öltanker angegriffen. Die Schifffahrtsdaten des Analysehauses Kpler zeigen zudem einen drastischen Rückgang des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus und die Meerenge Bab al-Mandab. Während am Vortag noch acht Schiffe die Straße von Hormus passierten, waren es am Mittwoch nur zwei. Die Huthis behaupten, seit Beginn ihrer Seeblockade am 22. Juli neun Handelsschiffe angegriffen zu haben.