US-Präsident bestätigt Wiederherstellung – Kiew widerspricht
Der Zugang der Ukraine zum Satelliteninternet Starlink soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wiederhergestellt sein. Trump erklärte auf Nachfrage von Journalisten, Elon Musk habe die Drosselung des Dienstes rückgängig gemacht, ohne zu bestätigen, ob er selbst den SpaceX-Chef dazu aufgefordert habe. „Ob ich angerufen habe oder jemand anderes, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass er es wieder angeschaltet hat“, so Trump, wie der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung berichten. Das Wall Street Journal hatte zuvor unter Berufung auf US-Regierungsvertreter gemeldet, Trump habe Musk gedrängt, die Einschränkungen aufzuheben, woraufhin das System wieder normal funktioniert habe.
Ukraine dementiert Starlink-Geschwindigkeitsbehauptungen
Die ukrainische Seite widerspricht dieser Darstellung jedoch. Ein ukrainischer Beamter erklärte gegenüber The Kyiv Independent, die Behauptungen seien „allesamt falsch“. Auch Präsident Wolodimir Selenskij betonte, die Geschwindigkeit des Satelliteninternets sei nicht wiederhergestellt worden. Zudem bleibe die Geschwindigkeitsbegrenzung von 161 Kilometern pro Stunde bei der Steuerung von Drohnen bestehen, wie die Tagesschau berichtet.
Starlink-Einschränkungen behindern ukrainische Drohnen
Starlink und das militärische Pendant Starshield spielen eine zentrale Rolle für die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte und den Einsatz von Drohnen. Medienberichten zufolge hatte Musk zuvor die Verbindung für ukrainische Geräte eingeschränkt, was dazu führte, dass schnell fliegende Drohnen keine Datenverbindung mehr aufbauen konnten. Musk selbst verwies darauf, dass Entscheidungen über Beschränkungen beim US-Militär und letztlich beim Präsidenten lägen. Dies wurde jedoch von Verteidigungsminister Pete Hegseth und Trump zurückgewiesen, wie die Tagesschau weiter schreibt.
USA und Ukraine eskalieren trotz Vermittlungsversuchen
Die Beziehungen zwischen Kiew und Washington haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert. Trotz der US-Vermittlungsbemühungen setzen beide Seiten ihre Angriffe fort. So griff die Ukraine in der Nacht Moskau mit Hunderten Drohnen an, während Russland Kiew mit ballistischen Raketen beschoss, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.