Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner kritisiert den Umgang der Unionsparteien mit Ilse Aigner (CSU) und ihrer möglichen Kandidatur als Bundespräsidentin. Er sieht darin ein Zeichen für die gegenwärtige Führungskrise. Die Aussagen machte er gegenüber der Rheinischen Post.
Taktische Erwägungen statt Respekt
"bei den Führungen von CDU wie CSU offensichtlich ausschließlich von taktischen Erwägungen geleitet" , sagte Stegner der Rheinischen Post. Das verrate einiges über die gegenwärtige Führungskrise.
Aigner als respektable Kandidatin
"weder angemessen gegenüber dem Amt, noch besonders respektvoll gegenüber der fraglos geeigneten bayerischen Landtagspräsidentin" , so der SPD-Politiker weiter.
"Ilse Aigner von der CSU wäre sicherlich eine respektable Kandidatin für die Wahl zum ersten weiblichen Staatsoberhaupt der deutschen Nachkriegsgeschichte."