Der hessische SPD-Abgeordnete Armand Zorn hat Zweifel an einer möglichen Kandidatur der CDU-Politikerin Ines Claus für das Amt des Bundespräsidenten geäußert. Er forderte die Union auf, eine Persönlichkeit mit bundesweiter Erfahrung und integrativer Wirkung zu nominieren.
Hohe Anforderungen an das Amt
Armand Zorn, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Hessen, sieht eine mögliche Kandidatur der hessischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Ines Claus für das Amt des Bundespräsidenten kritisch. Gegenüber der "Rheinischen Post" betonte er, das Amt verlange eine Persönlichkeit, die das Land vereine und Deutschland in veränderten geopolitischen Zeiten international würdig repräsentiere.
Für diese Aufgabe seien Erfahrung, Empathie und die Fähigkeit, auf unterschiedliche Menschen zuzugehen, unerlässlich, erklärte Zorn. Diese Eigenschaften seien bei Claus, die bundesweit bislang kaum bekannt sei, nicht ausreichend erkennbar.
Forderung nach erfahrener Kandidatin
Zorn verwies auf Ilse Aigner (CSU) als Beispiel für eine Politikerin, die die notwendigen Voraussetzungen mitbringe. Aigner gelte als erfahren und bundespolitisch etabliert.
Das Vorschlagsrecht für die Kandidatur liege bei der Union, so Zorn. Er forderte die Partei auf, eine Persönlichkeit zu benennen, die den hohen Anforderungen des Amtes gerecht werde. Zorn erwarte, dass die Union zeitnah Klarheit schaffe.