In der SPD hat sich ein neuer Verein für sozial gerechten Klimaschutz gegründet. Der Verein wirbt dafür, dass Deutschland bis 2045 und Europa bis 2050 klimaneutral werden soll. Zu den etwa 60 Gründungsmitgliedern zählt die ehemalige Bundesumweltministerin Svenja Schulze.
Soziale Gerechtigkeit als Kernanliegen
Der Verein Projekt 2045 will sozial gerechte Klimapolitik entwickeln und fördern. In der Gründungsmitteilung, über die der "Spiegel" berichtet, heißt es: "Das Bewusstsein für die Dringlichkeit der Klimakrise ist da, spätestens seit diesem Hitzesommer".
Ob Wohnungen nachts abkühlen, Kinder im Schatten spielen können oder ältere Nachbarn Hitzeperioden gut überstehen, dürfe keine Frage des Geldbeutels sein.
Klimaneutralität und politische Einordnung
Der Verein wirbt dafür, dass Deutschland bis 2045 und Europa bis 2050 klimaneutral werden soll. In der SPD war zuletzt der Eindruck entstanden, dass Teile der Union dieses Ziel infrage stellen. Daher will das Projekt den Klimaschutz wieder stärker in den Fokus rücken.
Methoden und Akteure
Dabei sollen Rechtsgutachten, Konzepte und Umfragen zum Thema helfen. Zudem will das Projekt Abgeordnete beraten und mit Expertise ausstatten. Ein Beirat aus Gewerkschaftern soll die Perspektive der Beschäftigten einbringen.
Zu den etwa 60 Gründungsmitgliedern gehört die ehemalige SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Den Vorsitz sollen der Bundestagsabgeordnete Jakob Blankenburg und die Europaabgeordnete Delara Burkhardt übernehmen.