Der VfL Osnabrück hat sich in der 2. Bundesliga einen Punkt gegen Dynamo Dresden gesichert. An der Bremer Brücke trennten sich die beiden Mannschaften mit 1:1 (0:1). Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerten sich die Lila-Weißen deutlich und belohnten sich durch den späten Ausgleich von Robin Fabinski in der 87. Minute. Insgesamt war die Punkteteilung leistungsgerecht.
Dynamo Dresden dominiert und geht verdient in Führung
VfL-Trainer Timo Schultz vertraute auf dieselbe Startelf wie beim 1:1 in Kiel vor der Länderspielpause. Die Osnabrücker erwischten zunächst auch einen ordentlichen Start. Bereits in der vierten Spielminute kam Robin Meißner nach einem Zuspiel von Adrian Beck im Strafraum zum Abschluss, wurde aber noch geblockt.
Anschließend übernahm Dynamo Dresden zunehmend die Kontrolle. Die Gäste hatten nach 20 Minuten rund 75 Prozent Ballbesitz und drängten den VfL phasenweise tief in die eigene Hälfte. Wirklich gefährlich wurde es zunächst allerdings selten. Eine gute Gelegenheit vergab Patrice Covic, dessen Flachschuss VfL-Torhüter Krumrey parierte (27.).
Erst nach gut einer halben Stunde gelang es den Osnabrückern, höher zu stehen und die Dresdner früher unter Druck zu setzen. Auch offensiv zeigte sich der VfL wieder. Bernd Riesselmann erreichte eine halbhohe Flanke von Patrick Kammerbauer, scheiterte mit seinem Abschluss aber an Dynamo-Keeper Tim Grill (35.).
Ausgerechnet in dieser besseren Phase der Gastgeber schlug Dresden zu. Nach einer Kombination über Jonas Sterner und Tobias Raschl gelangte der Ball zu Niklas Hauptmann. Der Dresdner Kapitän setzte sich im Strafraum durch und spitzelte die Kugel im Fallen mit dem linken Fuß an Krumrey vorbei zum 0:1 (38.).
Osnabrück reagierte mit mehr Offensivaktionen. Nach einer Flanke von Jonathan Gomez brachte Beck den Ball aus kurzer Distanz allerdings nur schwach auf das Tor. Hinter ihm wäre Riesselmann frei zum Kopfball gekommen (42.). Wenig später setzte Meißner einen Volley aus rund 20 Metern über das Tor (43.). So ging Dresden mit einer insgesamt verdienten Führung in die Pause.
Schultz wechselt offensiv – VfL steigert sich nach der Pause
Zur zweiten Halbzeit brachte Schultz Leon Flach für Fridolin Wagner. Für Flach war es das Pflichtspieldebüt im VfL-Trikot. Die Partie gestaltete sich nun ausgeglichener, auch wenn zunächst weiterhin die Dresdner die besseren Abschlüsse verbuchten.
Nach gut einer Stunde reagierte Schultz mit drei weiteren Wechseln. Ismail Badjie, Daniel Kofi Kyereh und Konrad Faber ersetzten Jonathan Gomez, Bernd Riesselmann und Patrick Kammerbauer (61.). Besonders Badjie sorgte sofort für frischen Schwung. Seine gefährliche Flanke an den zweiten Pfosten fand allerdings keinen Abnehmer (62.).
Die Osnabrücker wurden insgesamt aktiver und erhöhten das Tempo, kamen zunächst aber kaum zu klaren Torchancen. Dresden verteidigte die Führung ordentlich und ließ den VfL lange nicht entscheidend ins letzte Drittel vordringen.
Fabinski köpft zum späten Ausgleich
Erst in der Schlussphase entwickelte Osnabrück den nötigen Druck. Nach einer Flanke von Badjie legte Faber den Ball im Strafraum zu Meißner ab. Dessen Abschluss parierte Grill (83.). Zwei Minuten später versuchte es Badjie selbst aus rund 25 Metern, doch erneut war der Dresdner Schlussmann zur Stelle.
In der 87. Minute belohnte sich der VfL schließlich für seine Leistungssteigerung. Nach einer zunächst geklärten Ecke brachte Faber den Ball von der rechten Seite erneut vor das Tor. Robin Fabinski traf per Kopf aus kurzer Distanz zum 1:1.
Damit war die Begegnung noch nicht beendet. Beide Mannschaften suchten in den letzten Minuten den Siegtreffer. Luca Raimund traf in der 90. Minute aus spitzem Winkel den Außenpfosten, stand bei der Aktion allerdings im Abseits.
Es blieb beim 1:1. Während Dynamo Dresden die erste Halbzeit über weite Strecken kontrolliert hatte, gehörte die Schlussphase klar den Osnabrückern. Der späte Ausgleich bescherte dem VfL nach einer deutlichen Leistungssteigerung zumindest einen Punkt an der Bremer Brücke. Weiter geht es für die Lila-Weißen am Sonntag (18. Oktober) um 13:30 Uhr mit dem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld.