Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe Toledo sind am Mittwochmorgen mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Der spanische Verkehrsminister Oscar Puente machte eine Entscheidung der Bahnleitstelle für das Unglück verantwortlich. Die Rettungsarbeiten dauerten am Nachmittag noch an.
Ursache: Entscheidung der Bahnleitstelle
Der spanische Verkehrsminister Oscar Puente nannte eine "unerklärliche" und "falsche" Entscheidung der Bahnleitstelle als Ursache für das schwere Zugunglück. Laut Puente war zuvor ein Computerausfall aufgetreten, der sechs Züge zum Stillstand brachte – darunter die beiden später kollidierten Züge.
Nach dem Systemausfall übernahm die Leitstelle die Kontrolle. Sie habe "unter unerklärlichen Umständen" beschlossen, die Züge ohne Geschwindigkeitsbegrenzung weiterfahren zu lassen. Die genauen Umstände dieser Entscheidung sind noch unklar.
Verlauf und Opferzahlen
Das Unglück ereignete sich am Mittwochmorgen gegen 8:45 Uhr Ortszeit auf der Strecke zwischen Madrid und Sevilla. Ein Hochgeschwindigkeitszug der Renfe (AVE) fuhr auf einen stehenden Zug der Firma Iryo auf. Mindestens 64 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 179 wurden verletzt.
Die Rettungsarbeiten dauerten am Nachmittag noch an. Die genauen Umstände der Kollision sowie mögliche technische oder menschliche Fehler werden untersucht.