Mehrere Schüsse auf zwei Läden in der Innenstadt – Hintergründe unklar
In der Nacht auf Dienstag sind in Köln erneut Schüsse auf zwei Geschäfte in der Innenstadt abgegeben worden. Wie der WDR berichtet, wurden etwa zehn Schüsse auf die Gebäude in der Mittelstraße und am Apostelnkloster abgefeuert. Anwohner hatten gegen 3:30 Uhr Schussgeräusche gehört, die Polizei wurde jedoch erst gegen 6 Uhr von Passanten über die Beschädigungen informiert. Vor Ort fanden die Beamten Patronenhülsen sowie Einschusslöcher in Schaufensterscheiben und Reklametafeln. Die Spurensicherung ist weiterhin im Einsatz, um Hinweise zu sichern.
Polizei ermittelt nach nächtlichen Schüssen in Köln
Verletzte gab es keine. Die Hintergründe der Tat sind laut Polizei noch unklar. Auch der Kölner Stadt-Anzeiger meldet, dass ein Zeuge gegen 5:45 Uhr Einschusslöcher an einem Modeladen in der Mittelstraße entdeckt und die Polizei alarmiert habe. Die Ermittler gehen von mehreren Einschüssen in Schaufenster und Fassade aus. In den vergangenen Monaten hatte es in Köln bereits mehrere ähnliche Vorfälle gegeben.
Wiederholte Anschläge auf Kölner Geschäfte und Wohnungen
So wurden unter anderem im September Schüsse auf eine Pizzeria und eine Wohnung in Mülheim abgegeben, im August war ein Uhrengeschäft in der Breite Straße mehrfach Ziel von Anschlägen. Auch ein Juweliergeschäft auf der Keupstraße in Mülheim wurde beschossen, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Die Staatsanwaltschaft prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten. Der WDR berichtet zudem, dass die Kölner Polizei seit Monaten wegen Schüssen auf Geschäfte, Gaststätten und Personen ermittelt. Erst am vergangenen Freitag hatte eine großangelegte Razzia Waffen und Drogen bei einer mutmaßlichen Bande sichergestellt, die unter anderem Waffen an Kriminelle in Köln verkauft haben soll.
Georgische Gruppe und Rocker als mögliche Täter
Die Ermittler vermuten, dass hinter den aktuellen Schüssen unterschiedliche Tätergruppen stecken könnten. So stehen unter anderem die aus Georgien operierende Gruppierung „Daltons“ im Visier, die sich auf Erpressung spezialisiert hat. Auch Rockerbanden und Drogenhändler werden als mögliche Täter in Betracht gezogen. Die Polizei geht von einem hohen Dunkelfeld aus und nimmt an, dass hohe Summen von Erpressten gezahlt werden.