Unbekannte schossen auf Bank Saderat Iran – Polizei sucht Zeugen
In der Nacht zu Montag haben Unbekannte auf die Filiale der Bank Saderat Iran in der Hamburger Deichstraße geschossen. Vier Schüsse durchschlugen die Eingangstür, zudem wurde der Schriftzug „ASAD“ zweimal an die Fassade gesprüht. Wie der NDR berichtet, entdeckte eine Anwohnerin zwischen 1 und 2 Uhr Knallgeräusche, ohne jedoch etwas erkennen zu können. Die Einschusslöcher und die Graffiti wurden erst am Vormittag bemerkt, als ein Passant die Polizei gegen 8.40 Uhr informierte. Die Spurensicherung sicherte am Tatort Beweise, während der Staatsschutz die Ermittlungen übernahm.
Ungeklärte Botschaft ASAD nach Schüssen auf Bank
Laut Abendblatt bestätigte die Polizei mehrere Einschusslöcher im Eingangsbereich der Bank. Mitarbeiter der Filiale gaben an, dass die Schäden gegen Mitternacht noch nicht vorhanden gewesen seien. Die Bedeutung des Schriftzugs „ASAD“ bleibt unklar. Während die MOPO darauf hinweist, dass „Asad“ im Arabischen „Löwe“ bedeutet und auf das historische Symbol Persiens verweisen könnte, könnte der Name auch auf den exil-iranischen Influencer Aisan Eslami Chalandar hindeuten, der kürzlich zu Vandalismus aufgerufen haben soll. Die Polizei äußerte sich zu möglichen Zusammenhängen nicht.
Hamburg erlebt Serie gezielter Schusswaffenangriffe
Die Tat reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle in Hamburg ein. Wie upday berichtet, gab es am Wochenende Schüsse auf ein Lokal in Rotherbaum und ein Lebensmittelgeschäft in Barmbek. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 040 4286-56789 zu melden. Zu politischen Hintergründen oder Motiven der Tat äußerte sich die Polizei bisher nicht.