Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fordert in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt eine dauerhafte Senkung der Lohnnebenkosten auf unter 40 Prozent. Zugleich schlägt sie Reformen vor, um das Wirtschaftswachstum bis 2030 auf über ein Prozent zu steigern.
Forderungen zu Arbeitsrecht und Sozialsystemen
Reiche verlangt eine Anpassung der Lebensarbeitszeit an die demografischen Gegebenheiten sowie Reformen der sozialen Sicherungssysteme. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schreibt in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt: "Ziel sollte sein, die Lohnnebenkosten wieder dauerhaft unter 40 Prozent zu drücken".
Zusätzlich sei ein flexibleres Arbeitsrecht nötig, das Unternehmen mehr Spielraum gibt und zusätzliche Beschäftigung erleichtert.
Mobilisierung von Privatkapital und Mittelstandsfonds
Die Ministerin will mehr privates Kapital für Unternehmen mobilisieren. Reiche schreibt in dem Beitrag: "Rund 3,5 Billionen Euro liegen auf deutschen Bankkonten. Das entspricht fast sieben Bundeshaushalten".
Für junge Unternehmen, die im Ausland wachsen, schlägt Reiche einen Fonds nach US-Vorbild vor. Reiche schreibt: "Der Fonds würde die bisherigen Förder- und Absicherungsangebote, die sich auf Bund, Länder, KfW und Bürgschaftsbanken verteilen, bündeln, privates Kapital freisetzen und Betriebsübernahmen vereinfachen".
Wachstumsziele und Technologiefokus
Bis 2030 soll Deutschland dauerhaft ein Wirtschaftswachstum von über einem Prozent erreichen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schreibt: "Mein Ziel für 2030 ist klar: Deutschland wird dauerhaft wieder mehr als ein Prozent Wirtschaftswachstum generieren, und gehört zur wirtschaftlichen Spitzengruppe in Europa".
Als Treiber für neues Wachstum nennt Reiche Hochtechnologie und technologiebasierte Dienstleistungen wie Robotik, industrielle KI, Mikroelektronik, Quantentechnologie, Biotechnologie, klimafreundliche Technologien, Raumfahrt und neue Kerntechnologien.