Behörden warnen vor möglicher Raubkatze nahe Münchner Flughafen.
In der Nähe des Münchner Flughafens hält die Suche nach einer mutmaßlichen Raubkatze die Behörden in Atem. Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend im Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gefilmt. Ein Experte vermutet nach Auswertung der Aufnahmen, dass es sich um einen Puma handeln könnte, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Das Landratsamt Erding bestätigte die Sichtung, betonte aber, dass die Tierart weiterhin unklar sei. Die Bilder würden weiterhin analysiert, unter anderem mit Unterstützung von Zoos und Umweltbehörden, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt.
Polizei sucht Großkatze vergeblich im Moos
Die Polizei setzte Hubschrauber, Drohnen und Hunde ein, um das Tier zu finden. Bisher wurden jedoch weder Spuren noch Beute entdeckt, die auf eine Raubkatze hindeuten. In der Nacht auf Donnerstag wurde das Gebiet mit Wärmebildtechnik abgesucht, ohne neue Erkenntnisse zu liefern. Ein Fehlalarm ereignete sich, als ein Sicherheitsmitarbeiter eine Hauskatze für eine Großkatze hielt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte.
Bevölkerung soll bei Großkatzen-Suche helfen
Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Hunde sollten angeleint und kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Bislang gingen 30 Hinweise aus der Bevölkerung ein, von denen vier genauer geprüft werden, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. Gleichzeitig warnen die Ermittler vor gefälschten Bildern und KI-generierten Hinweisen, die die Suche behindern.
Unklarer Ursprung der vermeintlichen Raubkatze
Woher das Tier stammen könnte, ist unklar. Ein Zirkus in der Region besitzt nach eigenen Angaben keine Raubkatzen, und private Halter sind nicht bekannt. In der Vergangenheit hatten sich ähnliche Sichtungen oft als Irrtum herausgestellt, etwa als Hauskatze oder Wildschwein. 2022 wurde zwar ein echter Puma in der Oberpfalz gefunden, doch dieser war in einer Holzkiste eingeschlossen.
Polizei setzt auf gezielte Hinweise statt Großfahndung
Die Suche konzentriert sich nun auf gezielte Hinweise aus der Bevölkerung. Eine flächendeckende Absuche des 30 Quadratkilometer großen Notzinger Mooses sei nicht möglich, betonte die Polizei. Stattdessen werde man situativ vorgehen, um Gefahren für die Bevölkerung zu minimieren. Die Behörden appellieren, keine Eigeninitiative zu zeigen und die Suche den Fachkräften zu überlassen.