Sportstaatsminister Ronald Rauhe und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollen mit dem DOSB und München die deutsche Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 vorantreiben. Ein Treffen mit IOC-Präsidentin Kirsty Coventry ist in Lausanne oder Berlin geplant.
Gemeinsame Präsentation der Bewerbung
Rauhe betonte, man wolle beim Treffen die deutsche Bewerbung genauer vorstellen und für Deutschland als Top-Sportstandort werben. "Dort wollen wir die deutsche Bewerbung genauer vorstellen und natürlich für Deutschland als top Sport-Standort werben".
Er lobte Merz für dessen Engagement: "Man merkt ihm an, dass er die Spiele unbedingt nach Hause bringen will".
Positive Signale aus dem IOC
Laut Rauhe habe IOC-Präsidentin Coventry in einem Telefonat mit Merz und ihm am vergangenen Donnerstag positive Signale gesendet. Sie sei dankbar, dass Deutschland den Bewerbungsweg mit München weiterverfolge, und sehe das Land als Treiber für Europa.
Deutschland will sich mit München für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Weitere Interessenten sind Katar (Doha), Indien (Ahmedabad), Südkorea, Ungarn (Budapest), die Türkei (Istanbul) sowie Südafrika (Kapstadt, Durban, Johannesburg).
Klare Rollenverteilung und Zeitplan
Rauhe betonte, federführend sei der DOSB, da dieser die Bewerbung beim IOC einreiche. "Federführend ist der DOSB, weil der die Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee einreicht". Er plädiere jedoch dafür, das Vorhaben als Gemeinschaftsprojekt zu verstehen. "Der DOSB wird eine starke Mannschaft hinter sich haben".
Bis Ende Oktober können Bewerber ihr Interesse beim IOC bekunden, danach wird die Kandidatenliste für 2036 geschlossen. Im November sollen der Auswahlkommission die Pläne präsentiert werden. Im März 2027 entscheidet das IOC, welche Bewerber in die zweite Phase einziehen, den sogenannten "Strategischen Dialog". Die Vergabe der Spiele 2036 erfolgt bei einer Generalversammlung Mitte 2029.