Ein Fahrzeug durchbrach den Zaun – Ermittler suchen nach Ursache und Fahrzeug.
Am Flughafen Leipzig/Halle hat ein beschädigter Zaun am Sonntagabend für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte, deuten die Ermittlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass ein Fahrzeug den Sicherheitszaun durchbrochen habe. Vor Ort seien Bremsspuren entdeckt worden, wie t-online unter Berufung auf eine Sprecherin der Bundespolizei berichtet. Die Nordpiste des Flughafens war zwischenzeitlich gesperrt, der Flugbetrieb blieb jedoch dank einer zweiten Start- und Landebahn unbeeinträchtigt, wie der Spiegel schreibt.
Polizei ermittelt Ursache des Zaunschadens
Die Suchmaßnahmen auf dem Flughafengelände ergaben zunächst weder unberechtigte Personen noch verdächtige Gegenstände. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, ob es sich um einen Unfall oder eine gezielte Aktion handelte. Der beschädigte Zaunabschnitt liegt an einer öffentlich zugänglichen Straße nahe der Ortschaft Freiroda, wie der MDR angibt. Dort befindet sich auch eine Notfallzufahrt für externe Einsatzkräfte. Eine Überwachungskamera mit Aufzeichnungsfunktion gebe es an dieser Stelle nicht, erklärte Flughafensprecher Uwe Schuhart gegenüber t-online.
Russische Frachtflugzeuge im Fokus der Ermittlungen
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe abgestellter russischer Antonow-Frachtflugzeuge, die wegen der EU-Sanktionen seit 2022 nicht starten dürfen. Während t-online den Abstand als „in der Nähe“ beschreibt, präzisiert der Focus, dass es etwa zwei Kilometer zu den Maschinen seien. Die ukrainischen Frachtflugzeuge, die im August Ziel einer mit Sprengstoff präparierten Drohne waren, befänden sich laut MDR im Südbereich und seien von dem aktuellen Vorfall nicht betroffen. Die Bundesregierung hatte Russland für den Drohnenfund verantwortlich gemacht, was Moskau zurückwies.
Kein Luftverkehrsdelikt nach ersten Erkenntnissen
Die Bundespolizei bestätigte, dass Kriminaltechniker vor Ort waren und die Ergebnisse nun ausgewertet werden. Ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr liege nach bisherigen Erkenntnissen nicht vor, wie der MDR berichtet. Die Suche nach dem mutmaßlichen Fahrzeug dauert an, weitere Suchmaßnahmen mit zusätzlichen Kräften seien für den Tagesverlauf angekündigt worden.