Kampagne gegen Delfinhaltung entstand kurz vor ihrem Tod
Die Tierrechtsorganisation Peta hat einen Werbespot veröffentlicht, den die Schauspielerin Hayden Panettiere nur wenige Wochen vor ihrem Tod am 22. Juli gedreht hat. Wie der „Focus“ und „20 Minuten“ berichten, richtet sich die Kampagne gegen die Haltung von Delfinen und Walen in Meeresparks. Panettiere liegt darin unbekleidet in einer freistehenden Badewanne, begleitet von der Frage „Could you live in a bathtub?“. In dem Spot appelliere sie an das Publikum, sich die Frustration und das Trauma der Tiere vorzustellen, die ihr ganzes Leben in winzigen Becken verbringen müssten. Am Ende bittet sie die Zuschauer, niemals einen Meerespark zu besuchen, der Delfine in Gefangenschaft hält. Peta bestätigte gegenüber „Page Six“, dass die Aufnahmen kurz vor ihrem Tod entstanden seien und die Schauspielerin am Set „wunderbar“ gewesen sei.
Peta veröffentlicht Spot posthum für Meeresschutz
Nach ihrem Tod am Sonntag entschied sich Peta, den Spot posthum zu veröffentlichen. Die Organisation ruft dazu auf, ihr Andenken zu ehren, indem man keine Eintrittskarten für Einrichtungen kauft, die Meeressäuger in Betonbecken halten. Panettiere setzte sich seit fast zwei Jahrzehnten für den Schutz von Meeressäugern ein. 2007 stellte sie sich vor Taiji in Japan Delfinjägern entgegen, was in den Oscar-prämierten Dokumentarfilm „Die Bucht“ einging. 2015 unterstützte sie den Widerstand gegen die Einfuhr von Belugawalen für ein Aquarium in Georgia, und 2019 appellierte sie an Russlands Präsidenten Wladimir Putin, fast 100 Belugas und Orcas freizulassen. Noch im selben Jahr wurden die Tiere zurück ins Meer entlassen.
Peta nennt Panettiere echte Heldin der Tiere
Peta-Vizepräsidentin Lisa Lange würdigte Panettiere nach ihrem Tod als „echte Heldin“ für die Tiere. Auch die Whaleman Foundation, mit der die Schauspielerin über Jahre zusammenarbeitete, trauerte um die „leidenschaftliche Botschafterin für Delfine und Wale“. Panettiere starb im Alter von 36 Jahren in Greenville, South Carolina. Die Autopsie ergab keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung. Sie hinterlässt ihre elfjährige Tochter Kaya aus ihrer Beziehung mit dem ehemaligen Boxer Wladimir Klitschko.