Nvidia-CEO Jensen Huang hat Vorwürfe zurückgewiesen, sein Unternehmen treibe durch Investitionen in Kunden die KI-Blase an. Gegenüber dem Handelsblatt bezeichnete er die Kritik als unzutreffend. Die Nachfrage nach Nvidia-Chips übersteige das Angebot noch auf Jahre, während der Konzern Milliarden in Rechenzentren und KI-Anbieter investiert.
Huangs Stellungnahme zur Kritik
Nvidia-Chef Jensen Huang hat den Vorwurf zurückgewiesen, sein Unternehmen befeuere mit Beteiligungen an Kunden die KI-Blase. "Das ist falsch", sagte er dem "Handelsblatt".
Nvidia habe 30 Milliarden Dollar in OpenAI investiert. Das Unternehmen benötige jedoch deutlich mehr Geld für seine Rechenleistung, weshalb Nvidia dessen Nachfrage offensichtlich nicht finanziert habe. Zum angeschlagenen Cloud-Anbieter Coreweave äußerte Huang, eine Rettung halte er nicht für nötig. Das Geschäft sei "in guter Verfassung", die Beschaffung von Betriebskapital werde jedoch teurer. Die Nachfrage nach Nvidia-Chips übersteige das Angebot noch "viele Jahre".
Marktposition und finanzielle Verpflichtungen
Mit einer Marktkapitalisierung von 5,2 Billionen Dollar ist Nvidia derzeit das wertvollste Unternehmen der Welt. Dennoch hängt der Konzern stark von wenigen Großkunden ab: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres, das Ende Juli endete, entfielen 70 Prozent des Umsatzes auf die fünf größten Abnehmer.
Nvidia sichert zudem den Bau von Rechenzentren finanziell ab. Für OpenAIs geplanten Campus in Ohio steht der Konzern mit bis zu 105 Milliarden Dollar ein. Hinzu kommen Garantien über 3,5 Milliarden Dollar für andere Rechenzentrumsbetreiber. An sogenannten Neoclouds, jungen Anbietern von KI-Rechenleistung, hält Nvidia Beteiligungen von mehr als sieben Milliarden Dollar.