Einsatz gegen Waldbrände endet nach nur 1,5 Tagen – Lage entspannt
Nach einer fast dreitägigen Anreise durch Europa sind die 56 Feuerwehrleute aus Nordrhein-Westfalen am Samstagnachmittag in der spanischen Region El Bierzo angekommen. Alarmiert über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus sollten sie die lokalen Kräfte bei der Bekämpfung schwerer Waldbrände unterstützen. Doch bereits nach nur eineinhalb Tagen Einsatz wurde die Truppe wieder abberufen, wie der WDR und die Tagesschau berichten. Die spanischen Behörden teilten mit, dass sich die Lage in den betroffenen Gebieten deutlich entspannt habe.
Deutsche Feuerwehr stoppt Waldbrände in Spanien
Laut dem WDR hatten die Einsatzkräfte aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen und weiteren Städten bereits erste Erfolge vorzuweisen. Auf dem Weg zur Feuerfront löschten sie ein sogenanntes Spotfeuer, einen kleinen Entstehungsbrand, der sich sonst hätte ausbreiten können. Anschließend halfen sie dabei, die Ausbreitung der Hauptbrände zu verhindern, indem sie gemeinsam mit spanischen Kollegen und Löschhubschraubern Barrieren schufen.
Spanien lehnt weitere internationale Hilfe ab
Trotz der positiven Entwicklung brennen in Spanien laut Tagesschau weiterhin elf Waldgebiete. Internationale Hilfe darf jedoch nur angefordert werden, wenn die Brände eine bestimmte Gefahrenstufe erreichen. Diese Schwelle sei bei den verbleibenden Feuern offenbar nicht mehr gegeben, erklärte Pressesprecher Frank Frenser vom NRW-Waldbrandmodul.
Einsatzende löst gemischte Gefühle aus
Die Einsatzkräfte zeigten sich gespalten: Einerseits sei die Entspannung der Lage für die betroffene Bevölkerung eine gute Nachricht, wie Feuerwehrmann Thomas Trautewig betonte. Andererseits hätten sich viele auf einen längeren Einsatz eingestellt, der nun abrupt endete. Die Kameradschaft und die gesammelten Erfahrungen seien dennoch wertvoll gewesen, so Frenser gegenüber dem Westfalen-Blatt.
Deutsche Truppe kehrt aus Spanien zurück
Die Truppe wird in den kommenden Stunden ihr Lager in einem ehemaligen Kloster räumen und die rund dreitägige Rückreise nach Nordrhein-Westfalen antreten. Die Dankbarkeit der spanischen Bevölkerung und die Zusammenarbeit mit den lokalen Einsatzkräften seien trotz der kurzen Dauer des Einsatzes sehr positiv verlaufen, heißt es in den Berichten.