Flydubai-Flug nach Tel Aviv: Pilotenkonflikt eskaliert im Cockpit
Ein Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv musste am Mittwochmorgen notlanden, nachdem es im Cockpit zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen war. Nach israelischen Angaben soll ein Pilot seinen Kollegen mit einem Messer angegriffen haben, woraufhin das Flugzeug abrupt in einen Sturzflug geriet. Die Maschine landete schließlich sicher im saudi-arabischen Tabuk. Wie n-tv berichtet, sprach Israels Verteidigungsminister Israel Katz von einem „Versuch eines dschihadistischen Anschlags“, während Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Vorfall als „sehr schwerwiegenden Sicherheitsvorfall“ bezeichnete, ohne explizit von einem Anschlag zu sprechen.
Passagiere stoppen Angreifer im Flugzeug
Auch Polizeiminister Itamar Ben-Gvir äußerte sich ähnlich und betonte, der Angreifer habe die 180 Israelis an Bord töten wollen. Die Fluggesellschaft Flydubai bestätigte zwar einen „Vorfall“ an Bord, warnte jedoch vor Spekulationen, da die Ermittlungen noch andauern. Laut mopo.de sollen Passagiere den Angreifer gemeinsam überwältigt haben, nachdem dieser versucht habe, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Ein Video, das in sozialen Medien zirkuliert, zeigt verängstigte Passagiere und dramatische Szenen im Kabineninneren.
Flugzeug sendet Entführungscode 7500
Die Maschine habe zunächst den Notfallcode 7700 und später den Entführungscode 7500 abgesetzt, wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten. Der Flughafen Tabuk bestätigte, dass der Kapitän und der erste Offizier mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurden. Über weitere Verletzte gab es zunächst keine Informationen. Während einige Medienberichte den tatverdächtigen Copiloten als aus dem Oman stammend beschreiben, wie ynet und merkur.de berichten, gab es dafür keine offizielle Bestätigung.
Nationalitäten der Crew bleiben unklar
Zuvor war von einem russischen Piloten und einem ukrainischen Copiloten die Rede gewesen, was das russische Generalkonsulat in Dubai jedoch als falsch zurückwies. Die israelischen Passagiere warteten am Nachmittag auf ihre Heimreise, während die saudischen Sicherheitsbehörden den Verdächtigen befragten. Flydubai kündigte an, zwei Maschinen nach Tabuk zu entsenden, um die Fluggäste und Besatzungsmitglieder auszufliegen.