Microsoft-Präsident Brad Smith sieht durch unkontrollierte Künstliche Intelligenz die Gefahr schwerer Sicherheitsschäden. Er fordert staatliches Eingreifen und eine Verlangsamung der Entwicklungsgeschwindigkeit.
Forderung nach staatlicher Regulierung
Der Präsident von Microsoft, Brad Smith, warnt nach den zahlreichen KI-Pannen im Sommer vor einem schweren Sicherheitsschaden durch unkontrollierte Künstliche Intelligenz. "Wachen wir auf, bevor etwas Schlimmes passiert – oder braucht es dafür erst einen schweren Unfall? 2027 wird vermutlich das Jahr, in dem wir die Antwort erfahren", sagte der Manager dem "Handelsblatt".
Mehr Sicherheit statt Tempo
Smith drängt angesichts der gestiegenen Sicherheitsrisiken auf ein Eingreifen des Staates. "Regierungen müssen handeln können, wenn ihre Prüfer unsichere Produkte entdecken", so der Amerikaner.
Es gehöre außerdem zu den Aufgaben von Regierungen, die wirtschaftlichen Anreize so zu verändern, dass Unternehmen weiterdenken und die öffentliche Sicherheit geschützt werde.
Verlangsamung der KI-Entwicklung
Zugleich forderte er, das Entwicklungstempo für KI-Modelle zu drosseln: "Wer das Rennen langfristig gewinnen will, muss kurzfristig mehr in Sicherheit investieren. Und wenn das heißt, an der Spitze langsamer zu werden, damit die Sicherheit aufholen kann – dann eben langsamer."