Nach der historischen Wahlniederlage der CDU in Mecklenburg-Vorpommern wächst der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Partei scheitert erstmals in einem Landesparlament der Bundesrepublik und verliert deutlich in Berlin.
CDU scheitert in Mecklenburg-Vorpommern
Am Sonntag verfehlte die CDU in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,9 Prozent der Stimmen den Einzug in den Landtag. Dies markiert das erste Ausscheiden der Partei aus einem Landesparlament seit Gründung der Bundesrepublik.
Zugleich rutschte die CDU in Berlin auf 18,8 Prozent ab und landete klar hinter der Linken mit 25,7 Prozent. Damit droht der Partei der Verlust der Regierungsbeteiligung in der Hauptstadt, auch wenn eine Kenia-Koalition unter ihrer Führung rechnerisch möglich wäre.
Merz will im Amt bleiben
Noch am Wahlabend hatte sich Merz nach ersten Prognosen, die die CDU zunächst über der Fünf-Prozent-Hürde sahen, an die Öffentlichkeit gewandt. Er warb für seinen Reformkurs und betonte, sowohl als Kanzler als auch als Parteichef im Amt bleiben zu wollen.
Ob er damit die Rufe nach einem Kanzlertausch beschwichtigen kann, bleibt jedoch ungewiss. Am Montagvormittag beraten die CDU-Spitzengremien in Berlin über die Folgen der Wahlniederlage. Gegen 13:30 Uhr will Merz vor die Presse treten.
Gegenwind aus der Unionsfraktion
Am Dienstag steht die Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag an. Dort droht dem Kanzler weiterer Gegenwind.