Im ersten Halbjahr 2026 sind in Deutschland 1.233 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen gestorben. Das sind neun Prozent oder 122 weniger als im Vorjahreszeitraum mit 1.355 Toten. Gleichzeitig stieg die Gesamtzahl der Unfälle um 2,6 Prozent auf 1,26 Millionen, davon 1,12 Millionen mit Sachschäden (+3,4 Prozent). Die Zahl der Verletzten ging um 4,2 Prozent auf 172.000 zurück, die der Unfälle mit Personenschaden sank um 3,5 Prozent auf gut 138.000.
Regionale Unterschiede bei Verkehrstoten
Auf eine Million Einwohner bezogen starben in Deutschland durchschnittlich 15 Menschen im Straßenverkehr. Besonders hoch war die Quote in Mecklenburg-Vorpommern mit 22 Verkehrstoten, gefolgt von Niedersachsen mit 21. Thüringen und Brandenburg verzeichneten jeweils 19 Tote je eine Million Einwohner.
Am niedrigsten lag die Quote in den Stadtstaaten Berlin (fünf) und Hamburg (sieben). Unter den Flächenländern wiesen Schleswig-Holstein und Hessen mit jeweils 13 sowie Nordrhein-Westfalen mit zwölf Verkehrstoten die geringsten Werte auf.
Entwicklung bei Verkehrsmitteln und Altersgruppen
Lediglich bei E-Scootern stieg die Zahl der Getöteten um 13 auf 28. Bei Pkw-Insassen sank sie um 20 auf 531, bei Kraftradfahrern um 32 auf 216. Auch die Zahl der getöteten Fußgänger ging um 44 auf 150 zurück, die der Fahrradfahrer um 22 auf 211.
In nahezu allen Altersgruppen gab es weniger Verletzte oder Tote – außer bei Kindern und Jugendlichen. Bei unter 15-Jährigen stieg die Zahl um rund 450 auf 14.900, bei 15- bis 17-Jährigen um knapp 390 auf fast 9.900. Die meisten Kinder verunglückten mit dem Fahrrad (5.100, +4 Prozent), Jugendliche am häufigsten mit E-Scootern (2.076, +70 Prozent).
Häufigste Unfallursachen
Bei Unfällen mit Personenschaden registrierte die Polizei 24.900 Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden oder Einfahren (–5 Prozent). Verstöße gegen Vorfahrt oder Vorrang waren mit 21.100 Fällen (–6 Prozent) die zweithäufigste Ursache.
Abstandsverstöße (knapp 20.000, –9 Prozent) und unangepasste Geschwindigkeit (19.800 Fälle) folgten. Geschwindigkeitsverstöße stiegen jedoch um vier Prozent, während Alkoholeinfluss als Ursache um neun Prozent auf knapp 6.500 Fälle zurückging.