Kleine, wendige Fahrzeuge sollen Häfen und Kriegsschiffe schützen.
Die Deutsche Marine hat ein neues Wasserfahrzeug vorgestellt, das unter dem Spitznamen «Biber» bekannt ist. Wie die Welt berichtet, handelt es sich um ein kleines, wendiges Gefährt, das optisch einem Jetski ähnelt und speziell für die Bundeswehr angepasst wurde. Zehn dieser Fahrzeuge wurden bereits beschafft und sollen an den Marinestützpunkten in Wilhelmshaven, Neustadt in Holstein und Warnemünde eingesetzt werden. Die Kosten wurden bisher nicht genannt. Der offizielle Name des Fahrzeugs lautet «Maritime Interdiction Security Safety Craft» (MISC).
Schnelle Patrouillenboote sichern deutsche Häfen
Laut der Marine soll der «Biber» eine Lücke bei der Sicherung maritimer Infrastrukturen und Kriegsschiffe schließen, insbesondere in Häfen. Wie die Welt weiter mitteilt, können die bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnellen Fahrzeuge schnell und flexibel auf Bedrohungen reagieren. Sie sind mit Blaulicht ausgestattet, aber nicht bewaffnet. Ein Rescue Board am Heck ermöglicht zudem die Bergung von Personen aus dem Wasser. Der Kommandeur des Marinestützpunktkommandos in Wilhelmshaven, Fregattenkapitän Sebastian Uhle, betonte, dass der «Biber» etwa für Patrouillen im Hafen genutzt werde, um unerlaubt nahende Fahrzeuge wie Motorboote oder Segeljachten anzuhalten.
Neues Rettungsboot der Marine für Krisenfälle
Der NDR berichtet ebenfalls über die Präsentation des «Bibers» in Wilhelmshaven und hebt dessen Einsatzmöglichkeiten zur Rettung und zum Schutz hervor. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte zuvor den Standort bekannt gegeben, wobei die Marine dringend neue Liegeplätze benötige. Die Bundeswehr betont, dass der «Biber» nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zur schnellen Reaktion auf unerwartete Situationen geeignet sei. Im Vergleich zu Schlauchbooten sei das neue Fahrzeug schneller vor Ort.
Biber als Schutz für maritime Infrastruktur
Die Marine sieht in dem «Biber» eine Möglichkeit, die Sicherheit in den Häfen und um Kriegsschiffe herum zu erhöhen. Sollte sich die Lage verschärfen, könnten weitere Kräfte nachgezogen werden, wie Uhle erklärte. Der Name «Biber» passe dabei nicht nur zur Optik, sondern auch zur Funktion: So wie ein Biber seinen Bau verteidigt, soll das Fahrzeug künftig zur Sicherung maritimer Infrastruktur beitragen.