Der ehemalige Bundesfinanzminister Christian Lindner hat eine Rückkehr in die Politik ausgeschlossen. In einem Interview mit der Welt am Sonntag betonte der frühere FDP-Vorsitzende, dass er sich nun vollständig auf seine Aufgaben in der Wirtschaft konzentrieren werde. Seine politischen Äußerungen in sozialen Medien sieht er dabei nicht als Widerspruch.
Klare Absage an politische Rückkehr
Christian Lindner hat eine mögliche Rückkehr in die Politik kategorisch ausgeschlossen. "Keinesfalls. Ich habe mit Leidenschaft für meine Überzeugungen gestritten. Aber alles hat seine Zeit", sagte der ehemalige Bundesfinanzminister und FDP-Vorsitzende der Welt am Sonntag. Damit reagierte er auf Spekulationen über ein politisches Comeback.
Lindner begründete seine Entscheidung mit seiner aktuellen beruflichen Situation. "Die Wahrscheinlichkeit, noch einmal für ein öffentliches Amt zu kandidieren, geht gegen null. Wer in der Wirtschaft wirklich operativ Verantwortung übernehmen will, kann das nicht mit einem Bein in der Parteipolitik", so der ehemalige FDP-Politiker. Seine volle Aufmerksamkeit gelte nun der Autoland AG, deren Vorstand er ist, sowie seiner Beteiligungsgesellschaft für Start-ups.
Neue berufliche Schwerpunkte
Als Vorstand der Autoland AG verfolgt Lindner ambitionierte Pläne. "Wir haben ehrgeizige Wachstumsziele und wollen den Automobilhandel weiter modernisieren", sagte er. Daneben investiert er mit seiner eigenen Beteiligungsgesellschaft in junge Unternehmen.
"Ich bleibe ein politischer Mensch. Politische Rahmenbedingungen prägen ja auch das Wirtschaftsleben", betonte Lindner. "weil ich gleichzeitig aus der politischen Erfahrung und dem praktischen Handeln in der Wirtschaft heraus argumentieren kann".