Die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) schlägt die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) als nächste Bundespräsidentin vor. JSUD-Präsident Ron Dekel begründet dies mit ihrer Haltung gegen Rechtsextremismus und ihrer familiären Geschichte. Eine offizielle Reaktion Priens oder der CDU liegt bisher nicht vor.
Haltung gegen Rechtsextremismus als Kernargument
Die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) hat die CDU-Politikerin Karin Prien für das Amt der Bundespräsidentin vorgeschlagen. JSUD-Präsident Ron Dekel sagte dem Spiegel, "Karin Prien ist eine Politikerin der CDU und gehört damit einem konservativen politischen Lager an. Gleichzeitig vertritt sie eine klare Haltung, wenn es um die Abgrenzung gegenüber der rechtsextremen AfD geht".
Dekel erklärte, es sei in der aktuellen politischen Lage "durchaus relevant, dass auch Stimmen innerhalb dieses Lagers berücksichtigt werden, die sich klar gegen Rechtsextremismus positionieren". Daher halte er Prien "für eine Person, die in diesen Zeiten für das Amt der Bundespräsidentin infrage kommt."
Familiäre Geschichte als prägender Hintergrund
Prien verfüge über "biografisches Verständnis davon, was es bedeutet, wenn Rechtsextremisten an die Macht kommen", so Dekel weiter. Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin ist Jüdin, [[fidelity:7]]. Ihre Großeltern flohen vor den Nationalsozialisten. Diese Erfahrungen prägen nach Ansicht der JSUD ihre Eignung für das höchste Staatsamt.