Eskalation in der Innenstadt: Polizei setzt Wasserwerfer und SEK ein
Nach einer zunächst friedlichen Demonstration der Initiative „Gen Z regelt“ in Frankfurt eskalierte die Lage am Samstagabend in der Innenstadt. Wie die hessenschau berichtet, kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Randalierern und der Polizei, bei denen Schaufensterscheiben eingeschlagen, Geschäfte geplündert und sogar ein Polizeiauto zerstört wurden. Die Polizei setzte Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge und das Spezialeinsatzkommando (SEK) ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Mehr als 30 Personen wurden vorläufig festgenommen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Schäden seien „erheblich“, könnten aber noch nicht beziffert werden. Auch der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) zeigte sich schockiert über die Gewaltexzesse und kündigte ein hartes Durchgreifen an. Er sprach von einer „verheerenden Verbindung von Linksextremisten und gewalttätigen jungen Menschen“, wie die dpa zitiert.
Plünderungen und Angriffe auf Geschäfte in Frankfurt
Der Spiegel berichtet, dass in der Frankfurter Innenstadt mehrere Personen in Geschäfte eindrangen und unter anderem Turnschuhe und andere Gegenstände stahlen. Auch ein Waffenfachgeschäft wurde attackiert, wobei die Polizei zwei Waffen sichergestellt habe. Zudem seien Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen worden. Die Polizei sperrte die Einkaufsstraße Zeil ab und blieb mit verstärkten Kräften bis in die frühen Morgenstunden präsent.
Gen Z distanziert sich von nächtlicher Gewalt
Die Initiative „Gen Z regelt“ distanzierte sich von den Ausschreitungen und betonte, dass die Gewalt nach dem Ende der Kundgebungen stattfand, auf die sie keinen Einfluss hatte. Wie die hessenschau weiter berichtet, beruhigte sich die Lage gegen 3 Uhr morgens. Die Polizei kontrollierte in der Nacht eine Gruppe von rund 100 Personen, während die genauen Zahlen zu Verletzten und dem Ausmaß der Plünderungen noch nicht vorlagen.
Frankfurt besonders von Ausschreitungen betroffen
In anderen Städten wie Köln, Berlin und Hamburg kam es ebenfalls zu Ausschreitungen, wobei die Lage in Frankfurt besonders dramatisch war. Während die Demonstrationen am Nachmittag weitgehend friedlich verlaufen waren, spitzte sich die Situation am Abend zu. Die Polizei ging gezielt gegen gewalttätige Personengruppen vor, wie die Frankfurter Rundschau schreibt. Ob die Plünderungen und Gewalt direkt mit den Protesten zusammenhingen, blieb unklar.