Der VfL Osnabrück hat seine Sieglos-Serie in der 2. Bundesliga beendet. Gegen die SpVgg Greuther Fürth gewannen die Lila-Weißen am Sonntag an der Bremer Brücke verdient mit 3:0 (2:0). Daniel Kofi Kyereh, Robin Meißner und Ismail Badjie erzielten die Treffer. Entscheidend waren dabei vor allem die individuellen Fehler der Gäste, die der VfL konsequent bestrafte. Nach vier Spielen ohne Sieg verschaffen sich die Osnabrücker damit etwas Luft im Tabellenkeller.
Trainer Timo Schultz hatte seine Startelf nach der 1:2-Niederlage bei Arminia Bielefeld auf zwei Positionen verändert. Für Ismail Badjie und Flach rückten Daniel Kofi Kyereh und Leonhard Münst in die Anfangsformation. Besonders Kyereh sollte bei seinem Startelf-Debüt eine entscheidende Rolle spielen.
Erst trifft Münst den Pfosten, dann schlagen Kyereh und Meißner doppelt zu
Die Anfangsphase verlief auf beiden Seiten fehlerhaft. Beide Mannschaften setzten den Gegner früh unter Druck, klare Torchancen blieben zunächst aber aus. Der VfL lief die Fürther bereits an deren Strafraum an, während die Gäste zunächst meist noch spielerische Lösungen fanden.
Nach 24 Minuten hatten die Osnabrücker die erste große Gelegenheit. Patrick Kammerbauer trieb einen Konter über die rechte Seite voran und bediente Gomez, der im Strafraum auf Leonhard Münst weiterleitete. Der Mittelfeldspieler hatte die Führung auf dem Fuß, traf allerdings nur den rechten Pfosten.
Fürth war bis dahin phasenweise etwas besser im Spiel gewesen, doch die klareren Möglichkeiten gehörten nun dem VfL. Ein Fehlpass im Fürther Aufbau brachte Gomez wenig später erneut in eine aussichtsreiche Situation, seine Hereingabe wurde allerdings geklärt.
In der 37. Spielminute schlugen die Gastgeber schließlich zu. Nach einem Ballverlust der weit aufgerückten Fürther bediente Gomez am Mittelkreis Robin Meißner. Der leitete direkt auf Kyereh weiter, der sich im Sprint gegen seinen Verfolger durchsetzte und frei vor Torhüter Hellstern überlegt unten links zum 1:0 einschob.
Nur zwei Minuten später legten die Lila-Weißen nach. Nach einem Fürther Abstoß verlor Will am eigenen Strafraum den Ball gegen Bjarke Jacobsen. Kyereh übernahm, hatte im Strafraum viel Platz und legte quer auf Meißner, der zum 2:0 ins leere Tor einschob (39.).
Für die Gäste war der Doppelschlag besonders ärgerlich, weil beide Treffer aus vermeidbaren Ballverlusten entstanden. Offensiv hatte die Mannschaft von Heiko Vogel dagegen wenig zu bieten. Kurz vor der Pause kamen die Fürther zwar noch zu zwei Abschlüssen, wirklich gefährlich wurde es für VfL-Keeper Krumrey aber nicht.
VfL Osnabrück verpasst nach der Pause mehrfach das dritte Tor
Zur zweiten Halbzeit brachte Schultz Konrad Faber für den bereits verwarnten Patrick Kammerbauer. Der VfL machte dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte, und hätte die Partie innerhalb weniger Minuten entscheiden können.
Zunächst musste Hellstern einen tückischen Aufsetzer von Kyereh um den Pfosten lenken (46.). Nach der anschließenden Ecke parierte der Fürther Schlussmann auch einen Kopfball von Jacobsen. Nur wenig später klärte Blank in höchster Not gegen Münst, ehe Kyereh nach einer weiteren Ecke spektakulär per Volley die Latte traf (48.).
Die Gäste konnten sich bei ihrem Torhüter und dem Aluminium bedanken, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht bereits mit drei oder vier Treffern zurücklagen.
Fürths Trainer Vogel reagierte nach 56 Minuten mit zwei offensiven Wechseln. Seine Mannschaft bemühte sich nun stärker um den Anschluss und versuchte es vermehrt mit hohen Bällen. Weil die Gäste dafür weiter aufrückten, ergaben sich allerdings auch zusätzliche Räume für Osnabrücker Konter.
Eine solche Gelegenheit ließ Meißner in der 72. Minute liegen. Nach einem Angriff über Badjie und Faber kam der Stürmer im Rückraum frei zum Abschluss, schoss aber zu zentral auf Hellstern.
Badjie bestraft nächsten Fürther Fehler zum 3:0
Drei Minuten später war die Partie endgültig entschieden. Erneut leistete sich Fürth einen folgenschweren individuellen Fehler. Mika Wallentowitz wollte als letzter Mann einen langen Ball spielen, wurde dabei aber vom eingewechselten Badjie angelaufen und geblockt. Der Osnabrücker nutzte seinen Geschwindigkeitsvorteil, sprintete auf das Tor zu und schob den Ball durch die Beine von Hellstern zum 3:0 ein (75.).
Damit waren alle drei VfL-Tore aus vermeidbaren Ballverlusten der Gäste entstanden. Die Osnabrücker nutzten diese Fehler konsequent und hätten das Ergebnis sogar noch höher gestalten können.
Hellstern verhinderte in der Schlussphase gegen Bernd Riesselmann einen weiteren Treffer (83.). Wenig später musste auf der Gegenseite auch Krumrey erstmals ernsthaft eingreifen, als er einen Abschluss von Klaus mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (86.).
In der 87. Minute verhinderte Hellstern nach einer weiteren Osnabrücker Konterchance erneut einen Gegentreffer. Auch Meißner hätte in der Nachspielzeit noch erhöhen können, schoss aus guter Position aber am Tor vorbei (90.+2).
Am verdienten 3:0-Erfolg änderte das nichts mehr. Der VfL zeigte sich gegen fehleranfällige Fürther deutlich effizienter als zuletzt, blieb defensiv weitgehend ungefährdet und beendete seine Serie von vier Spielen ohne Sieg.
Nächste Aufgabe für den VfL Osnabrück in Wolfsburg
Nach dem Heimsieg steht für die Mannschaft von Timo Schultz am kommenden Samstag, 31. Oktober, eine knifflige Auswärtsaufgabe an. Am zehnten Spieltag der 2. Bundesliga gastiert der VfL Osnabrück beim VfL Wolfsburg. Anstoß ist um 13 Uhr.