Der italienische Zuganbieter Italo hat für seinen Deutschland-Start den früheren Bahn-Manager Marc Giesen verpflichtet. Er soll den operativen Aufbau, den Zugbetrieb, das Personal und den Kundenservice des Deutschlandgeschäfts organisieren. Mitte 2028 will das Unternehmen der Deutschen Bahn Konkurrenz machen.
Personelle Wechsel bei Italo
Marc Giesen, der ab Ende der 1990er über zwei Jahrzehnte hochrangige Positionen im Bahn-Konzern innehatte, wird formal Chef der Italo-Tochtergesellschaft Atrium. Zudem wurde Eva Kreienkamp befördert, die bereits seit letztem Jahr bei Italo ist. Sie soll als Geschäftsführerin der Tochtergesellschaft Mainsee die deutsche Zugflotte managen.
Pläne für den Deutschland-Start
Italo plant, Mitte 2028 in Deutschland zu starten und der Deutschen Bahn kräftig Konkurrenz zu machen. Auf einem 1.600 Kilometer langen Streckennetz sollen 19 Städte mit 50 täglichen Verbindungen entlang zweier Hauptkorridore angebunden werden: München-Köln-Dortmund und München-Berlin-Hamburg.
Bereits im Sommer hatte das Unternehmen Investitionen von insgesamt 3,6 Milliarden Euro angekündigt. Im Zentrum steht ein Vertrag mit Siemens Mobility im Wert von rund 3 Milliarden Euro über 26 Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Siemens Velaro.