Israels Botschafter Ron Prosor wirft Deutschland und Europa gefährliche Kurzsichtigkeit im Nahostkonflikt vor. In einem Gastbeitrag für die Neue Osnabrücker Zeitung warnt er vor globalen Sicherheitsrisiken durch Irans Netzwerke. Der 7. Oktober jährt sich dieser Tage zum dritten Mal.
Irans Netzwerke als globale Bedrohung
Israels Botschafter Ron Prosor schreibt in einem Gastbeitrag für die Neue Osnabrücker Zeitung (Montagsausgabe): "Wenn Iran ein Netzwerk bewaffneter Gruppen unterstützt, muss Europas Politik dieses als Ganzes in den Blick nehmen".
Die Drohungen von Iran, Hamas, Hisbollah und der Huthi-Miliz gegenüber Israel dürften nicht als rein regionaler Konflikt verstanden werden. "Irans Kooperation mit Russland und Nordkorea zeigt die direkten Verbindungen zwischen Nahost und Europas Sicherheit. Demokratien können nicht so tun, als hätten verschiedene Konfliktschauplätze nichts miteinander zu tun".
Europas Haltung im Nahostkonflikt
Europa scheut Prosor zufolge eine harte Linie. "Europas Sorgen über Wirtschaft und Konfrontationskosten sind verständlich. Doch schwierige Entscheidungen zu meiden, beseitigt diese Kosten nicht – es schiebt sie auf, bis die Gefahr wächst und Optionen schwinden". "um mehr als Israel: Auf dem Spiel steht Europas Fähigkeit, Aggressionen abzuschrecken."
Der 7. Oktober jährt sich dieser Tage zum dritten Mal. 2023 überfielen Terroristen der Hamas israelische Siedlungen und töteten mehr als 1.000 Menschen.