Seit Anfang 2020 haben sich die Investitionsausfälle in der deutschen Wirtschaft auf insgesamt 420 Milliarden Euro summiert. Das zeigt eine aktuelle Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die öffentlichen Investitionen konnten das Defizit der Unternehmen nicht ausgleichen.
Vergleich mit trendbasiertem Szenario
Das IW verglich für seine Analyse die tatsächlichen Bruttoanlageinvestitionen vom ersten Quartal 2020 bis zum zweiten Quartal 2026 mit einem hypothetischen Verlauf ohne Pandemie, geopolitische Krisen und Strukturprobleme in Deutschland.
Unternehmen und Staat im Vergleich
Laut IW investierten die Unternehmen rund 470 Milliarden Euro weniger als nach dem historischen Trend zu erwarten gewesen wäre. Der Staat steigerte seine Investitionen dagegen um etwa 50 Milliarden Euro.
Selbst im Jahr 2026 liegen die privaten Investitionen noch unter dem Vor-Corona-Niveau. Die öffentlichen Investitionen lagen 2026 dagegen um 20 Prozent höher als 2019.