Erster Bundesliga-Profi seit 1996: Bayerns Stürmer wird als Weltfußballer ausgezeichnet.
Harry Kane vom FC Bayern München hat den Ballon d'Or 2026 gewonnen. Der 33-jährige Engländer setzte sich bei der Gala in London gegen Kylian Mbappé (Real Madrid) und Lamine Yamal (FC Barcelona) durch, wie die Sportschau und die Tagesschau berichten. Kane ist damit der erste Bundesliga-Spieler seit Matthias Sammer 1996, der die prestigeträchtige Auszeichnung erhält. Zudem ist er der erste Engländer seit Michael Owen (2001), der den Goldenen Ball gewinnt. Laut bundesliga.com ist er der siebte Spieler, der die Trophäe während seiner Zeit in der Bundesliga erhält – zuvor hatten unter anderem Gerd Müller, Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge den Preis gewonnen.
Kane revolutioniert die Stürmerrolle beim FC Bayern
In der Saison 2025/2026 lieferte Kane eine herausragende Leistung ab. Für den FC Bayern erzielte er 61 Tore in Pflichtspielen, davon 36 in der Bundesliga, und führte die Münchner zum Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. International traf er zwölfmal für England, darunter sechsmal bei der Weltmeisterschaft in Nord- und Mittelamerika, wo die „Three Lions“ Platz drei belegten. Die Tagesschau betont, dass Kane seine Rolle als Mittelstürmer revolutionär interpretierte, indem er tiefstehend als Spielgestalter agierte.
Trotz Top-Leistungen: Kein großer Titel für Kane
Trotz seiner individuellen Erfolge blieb ein großer internationaler Titel aus: Mit Bayern schied er im Champions-League-Halbfinale gegen den späteren Sieger Paris Saint-Germain aus, und bei der WM scheiterte England im Halbfinale an Argentinien.
Putellas holt dritten Ballon d'Or Feminin
Bei den Frauen gewann Alexia Putellas den Ballon d'Or Feminin, wie sowohl die Sportschau als auch fussballnationalmannschaft.net bestätigen. Die Spanierin sicherte sich damit ihren dritten Titel nach 2021 und 2022. Die beste deutsche Spielerin war Klara Bühl auf Platz zwölf.
Ballon d'Or-Bewertung nach Saison statt Kalenderjahr
Die Wahl des Ballon d'Or wird vom französischen Fußballmagazin „France Football“ organisiert. Seit 2022 bewerten die Jurymitglieder nicht mehr das Kalenderjahr, sondern die abgelaufene Saison. Die Stimmen wurden bereits im September abgegeben.