Kurz vor einem Treffen mit CDU-Kreisvorsitzenden hat die Kölner CDU-Politikerin Serap Güler Spekulationen über einen Wechsel an der Parteispitze zurückgewiesen. Sie unterstützt Bundeskanzler Friedrich Merz und lehnt eine Trennung von Kanzleramt und Parteivorsitz ab. Gleichzeitig betont sie die Notwendigkeit parteiinterner Rückendeckung und hält am Unvereinbarkeitsbeschluss zur AfD fest.
Kein Wechsel an der CDU-Spitze geplant
Serap Güler, Kreisvorsitzende der CDU Köln, hat vor einem Treffen von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz mit den Kreisvorsitzenden im Konrad-Adenauer-Haus Spekulationen über einen möglichen Führungswechsel in der Partei zurückgewiesen. Im Berlin-Playbook-Podcast von Politico erklärte sie, ein Szenario mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst als neuem Parteivorsitzenden stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung.
Auch eine Trennung von Kanzleramt und CDU-Vorsitz lehnt Güler ab. Die Entscheidung darüber liege letztlich bei Merz, doch sie halte von diesem Gedanken aktuell nichts. Ihre Aussagen unterstreichen die aktuelle Position der Partei, in der personelle Veränderungen an der Spitze offenbar keine Priorität haben.
Unmut in der Basis, aber Unterstützung für Merz
Trotz der klaren Haltung zur Parteiführung räumte Güler Unzufriedenheit in der CDU-Basis ein. Vor dem Treffen mit den Kreisvorsitzenden sagte sie, es gebe dort derzeit Spannungen. Dennoch warb sie für Solidarität mit dem Kanzler: Merz könne seine Aufgaben nicht allein bewältigen, er benötige Unterstützung – insbesondere aus den eigenen Reihen.
Ihre Worte zielten darauf ab, die Partei hinter Merz zu einen, ohne die bestehenden Spannungen zu ignorieren. Die Forderung nach Geschlossenheit stand dabei im Vordergrund.
Klare Abgrenzung zur AfD
In der Frage der Zusammenarbeit mit der AfD bleibt Güler unmissverständlich. Sie bekräftigte den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU und begründete dies mit der Entwicklung der AfD seit 2018: Die Partei sei nicht gemäßigter geworden, sondern habe sich in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Der Beschluss müsse daher weiterhin Bestand haben.
Für die Kölner CDU schloss sie jede Form der Kooperation aus. Auf die Frage nach gemeinsamen Anträgen oder Absprachen mit der AfD antwortete sie mit klaren Worten: "das definitiv nicht".