Mit einer großangelegten Razzia sind Polizei und Steuerfahnder am Mittwochmorgen gegen ein
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bezeichnete den Einsatz als den „größten Schlag gegen die Organisierte Kriminalität seit mehreren Jahren“. Wie die Welt und t-online zitieren, betonte Reul, dass hinter der organisierten Kriminalität ein Geflecht aus Unternehmen und Grundbesitz stehe, das illegale Gelder „sauber“ aussehen lasse. „Die einen bringen Gewalt und Einschüchterung mit, die anderen das Know-how, schmutziges Geld zu waschen“, erklärte der Minister.
Polizist und Mitarbeiter verdächtigt
Im Rahmen der Ermittlungen gerieten auch ein Polizist und zwei städtische Mitarbeiter aus Duisburg ins Visier der Justiz. Gegen sie wird laut Staatsanwaltschaft und WDR-Berichten wegen des Verdachts ermittelt, dienstlich erlangte Informationen an Dritte weitergegeben zu haben. Zudem wird gegen einen weiteren städtischen Mitarbeiter wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt, wie die Tagesschau und die Welt bestätigen.
Schießerei auf Duisburger Marktplatz löste Ermittlungen aus
Ausgangspunkt der Ermittlungen soll laut t-online eine Schießerei auf einem Duisburger Marktplatz im Mai 2022 gewesen sein, bei der Rocker und türkisch-libanesische Clan-Mitglieder aufeinander schossen. Damals wurden vier Männer schwer verletzt. Die aktuellen Maßnahmen knüpfen an frühere Razzien an, wie die Tagesschau berichtet: Bereits im April 2026 waren bei Durchsuchungen gegen „Hells Angels“-Rocker in NRW Vermögenswerte von bis zu 2,5 Millionen Euro sichergestellt worden.