Das Parlament der autonomen dänischen Region hat einem Sicherheitsabkommen mit den USA und Dänemark zugestimmt. Die Vereinbarung sieht den Ausbau von US-Militärbasen auf Grönland vor und soll die Sicherheit in der Arktis stärken. Das dänische Parlament muss noch zustimmen.
Abkommen mit breiter Mehrheit beschlossen
Das grönländische Parlament hat dem Sicherheitsabkommen mit Dänemark und den USA mit 16 Ja-Stimmen bei sieben Enthaltungen zugestimmt. Die Vereinbarung war im September von US-Präsident Donald Trump, der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen und Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen unterzeichnet worden. Ziel ist die Stärkung der Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik.
Grönlands Außenminister Mute Egede erklärte, die Ratifizierung sei ein wichtiger Schritt für die selbstverwaltete Insel. Der Weg dorthin sei für die Grönländer schwierig gewesen, doch man habe an grundlegenden Prinzipien festgehalten und den Dialog gesucht.
Militärische Zusammenarbeit und Unabhängigkeit
Das Abkommen ermöglicht den USA den Ausbau ihrer Militärpräsenz auf Grönland, insbesondere auf der Pituffik Space Base. Grönland bleibt zwar unter dänischer Kontrolle, doch die Vereinbarung soll auch im Falle einer Unabhängigkeit der Insel gelten.
Noch muss das dänische Parlament dem Deal zustimmen. Im US-Kongress ist dagegen keine Zustimmung erforderlich.