Eine Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) zeigt, dass die geplante Begrenzung der Pachthöhe für Windräder die EEG-Förderkosten bis 2045 um bis zu 37 Milliarden Euro senken könnte. Der Bundeshaushalt würde entsprechend entlastet. Auftraggeber ist der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).
Einsparpotenzial durch verschiedene Pachtsätze
Das Gutachten vergleicht den in der EEG-Novelle von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vorgesehenen Pachtsatz von 3,5 Prozent mit höheren Sätzen von fünf, zehn und 20 Prozent des Jahresumsatzes. Vergleicht man den Pachtsatz von 3,5 Prozent mit einem Pachtsatz von fünf Prozent, ergeben sich laut Gutachten bis 2045 kumulierte Einsparungen von drei Milliarden Euro. Zieht man einen Pachtsatz von 20 Prozent heran, steigt das Einsparpotenzial dem Gutachten zufolge auf den Wert von 37 Milliarden Euro.
VKU fordert Begrenzung der Pachten
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat das Gutachten in Auftrag gegeben und setzt sich seit Langem für eine Deckelung der Pachten ein. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing sagte dem „Handelsblatt“: „Jeder Euro, der nicht in Pachtzahlungen fließt, entlastet den Bundeshaushalt und somit die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, ohne die Ausbauziele zu gefährden.“
Es sei "nicht Aufgabe der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, über das EEG den Lebensstandard von Flächeneigentümern in Millionenhöhen zu subventionieren".