Die Kaufhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Die Linke verlangt einen Schutzschirm für die 12.000 Beschäftigten und kritisiert fehlende tragfähige Konzepte der Verantwortlichen. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen.
Vierter Insolvenzantrag in sechs Jahren
Es ist der vierte Insolvenzantrag von Galeria innerhalb von sechs Jahren. Zahlreiche Filialen wurden bereits geschlossen, obwohl das Unternehmen Staatshilfen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro erhielt. Seit Sommer 2024 gehört die Kette der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
Schwerdtner: Beschäftigte dürfen nicht zahlen
Parteichefin Ines Schwerdtner, Die Linke, sagte dem Nachrichtenportal T-Online: „Die Verantwortlichen müssen jetzt endlich ein tragfähiges Konzept auf den Tisch legen, das Arbeitsplätze sichert und den Filialen eine Zukunft gibt“.
"Noch mehr Personalabbau und die schleichende Verwahrlosung der Häuser sind kein Sanierungskonzept, sondern ein Weg in die nächste Krise."
Forderung nach Schutzschirm statt Blankoschecks
"Für die 12.000 Beschäftigten ist die erneute Insolvenz eine Hiobsbotschaft. Viele von ihnen kämpfen seit Jahren um ihre Arbeitsplätze, haben auf Geld verzichtet und eine Sanierung nach der anderen mitgetragen." Sie dürften nun nicht diejenigen sein, die für die Krise bezahlen.
"Ein Blankoscheck für Bernd Beetz und NRDC kommt nicht infrage. Es braucht zuallererst einen Schutzschirm für die Beschäftigten, nicht für die Eigentümer". "Es ist doch niemandem mehr vermittelbar, dass Gewinne privatisiert werden, während bei Verlusten die Beschäftigten verzichten und der Staat einspringen soll. Dieses Spiel muss ein Ende haben."