Die Lufthansa-Tochter Eurowings prüft die Einführung von Kurzarbeit im deutschen Flugbetrieb für den kommenden Winter. Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit laufen bereits. Es wäre laut "Spiegel" die erste Kurzarbeit seit der Coronapandemie.
Hintergrund sind gestiegene Kerosinpreise
Die Kerosinpreise haben sich seit dem Krieg im Nahen Osten mehr als verdoppelt. Allein bei Eurowings liegen die Treibstoffkosten laut Bericht rund 250 Millionen Euro über dem Budget.
In einem internen Schreiben heißt es laut "Spiegel", Eurowings werde in den nächsten Monaten weniger Flugzeuge und Crews einsetzen. Sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit als auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bestätigten die Prüfung.
Maßnahmen und Einsparungen
Eurowings teilte mit, man prüfe aktuell, ob die Voraussetzungen für temporäre Kurzarbeit im Winter gegeben seien. Solange die Prüfung laufe, nenne man keine Details zu betroffenen Beschäftigten oder Zeitpunkten.
Die Airline kürzt ihr Winterangebot bereits um etwa fünf Prozent. Die Verbindungen von Köln/Bonn und Stuttgart nach Dubai entfallen. In der Verwaltung will man bis Ende 2028 mit weniger Stellen auskommen. Selbst die interne Weihnachtsfeier sei abgesagt.