Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland kletterten im September 2026 um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das ist der stärkste Anstieg seit März 2023. Treiber waren vor allem die Energiepreise, die um 14,9 Prozent zulegten.
Energie und Mineralölerzeugnisse als Haupttreiber
Energie verteuerte sich im Jahresvergleich um 14,9 Prozent, gegenüber August 2026 sogar um 5,8 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse: Sie lagen bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten 51,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Rohbenzin (Naphtha) kostete 53,8 Prozent mehr, leichtes Heizöl 91,8 Prozent und Kraftstoffe 48,6 Prozent.
Erdgas in der Verteilung wurde über alle Abnehmergruppen hinweg 15,0 Prozent teurer, Strom 8,2 Prozent. Nur Fernwärme verbilligte sich leicht um 0,5 Prozent.
Metalle und Vorleistungsgüter mit deutlichen Anstiegen
Vorleistungsgüter stiegen im Jahresvergleich um 6,4 Prozent, gegenüber August um 0,2 Prozent. Hier trieben vor allem Metalle die Preise: Kupfer und Halbzeug daraus verteuerten sich um 31,4 Prozent, Edelmetalle um 26,5 Prozent. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten 8,4 Prozent mehr, Betonstahl 7,0 Prozent.
Auch chemische Grundstoffe (+11,3 Prozent) und Düngemittel (+8,9 Prozent) wurden teurer. Holz und Holzprodukte stiegen um 7,1 Prozent, Pellets, Briketts und Scheiten sogar um 38,5 Prozent.
Gegensätzliche Entwicklungen bei Verbrauchsgütern
Während Investitionsgüter (+2,4 Prozent) und Gebrauchsgüter (+2,2 Prozent) im Jahresvergleich zulegten, sanken die Preise für Verbrauchsgüter um 1,8 Prozent. Nahrungsmittel verbilligten sich insgesamt um 4,1 Prozent, mit starken Rückgängen bei Butter (-34,8 Prozent), Schweinefleisch (-13,9 Prozent) und Rindfleisch (-9,9 Prozent).
Gleichzeitig stiegen die Preise für pflanzliche Öle (+14,5 Prozent) und Zucker (+4,1 Prozent). Glas und Glaswaren (+0,1 Prozent), Papier, Pappe und Waren daraus (+1,6 Prozent) sowie Futtermittel (+8,8 Prozent) und Getreidemehl (+0,8 Prozent) wurden ebenfalls teurer. Maschinen kosteten 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Kraftwagen und Kraftwagenteile 2,0 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise um 3,2 Prozent gegenüber September 2025 und um 0,1 Prozent gegenüber August 2026.