Die von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) geplante Verwaltungs-App Deutschland-App liegt deutlich hinter dem Zeitplan. Der Probebetrieb in Pilotkommunen sollte eigentlich Mitte September beginnen. Wann der Regelbetrieb startet, ist unklar.
Verzögerung bestätigt, Prototypen im Test
Wildberger bestätigte gegenüber dem Handelsblatt die Verzögerung: "Die ersten Prototypen stehen und werden in Kommunen getestet, befinden sich aber noch nicht im regulären Betrieb." Als Grund nannte er gestiegene Ansprüche. Nach den ersten erreichten Meilensteinen habe man die Anforderungen nochmals erhöht.
Herausforderungen und nächste Schritte
Die App soll langfristig auch komplexe Verwaltungsverfahren automatisieren. Dafür werden zunächst drei bis vier Verfahren ausgewählt, die schneller an die Registermodernisierung angeschlossen werden und dann vollständig digital verfügbar sein sollen.
Als zusätzliche Herausforderungen gelten die unterschiedliche Qualität der Onlinedokumente sowie die verschiedenen IT-Systeme und Digitalisierungsstände in den Kommunen.
Auftraggeber und Verantwortung
Den Auftrag für den ersten Prototypen hatten die Telekom-Tochter T-Systems und SAP erhalten. Auf Anfrage des Handelsblatts verwies die Deutsche Telekom auf das Digitalministerium als Auftraggeber.