Der Chef von DB Regio NRW, Markus Kaupper, schlägt vor, Fahrkartenkontrollen in Regionalzügen künftig nur noch in größeren Gruppen durchzuführen. Hintergrund sind häufige Eskalationen bei Einzelkontrollen. Sein Unternehmen rät Mitarbeitern bereits jetzt, sich bei Konflikten zurückzuziehen.
Eskalationen als Grund für Teamkontrollen
Laut Markus Kaupper, Chef von DB Regio NRW, führen Fahrkartenkontrollen in Zügen oft zu eskalierenden Situationen. Wie die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" berichtet, soll dies ein Grund dafür sein, dass Kontrollen künftig nur noch in Teamstärke erfolgen. Sein Unternehmen empfiehlt Mitarbeitern bereits, sich bei Konflikten zurückzuziehen, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Trennung von Service und Kontrolle
Kaupper schlägt vor, die Aufgaben von Zugbegleitern und Kontrolleuren klar zu trennen. Demnach sollen Zugbegleiter als Ansprechpartner für Fahrgäste fungieren, während Fahrkartenkontrollen von speziellen Teams übernommen werden. Ein solches Modell sei bei kommunalen Verkehrsbetrieben bereits verbreitet.
Der Vorschlag zielt darauf ab, die Sicherheit für Mitarbeiter und Fahrgäste zu erhöhen. Gleichzeitig sollen Verkehrsunternehmen und ihre Auftraggeber diskutieren, wie Ticketkontrollen künftig organisiert werden können.