Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Mittwochmittag weiter zugelegt und notierte mit einem Plus von 1,5 Prozent bei rund 26.255 Punkten. Analysten führen die Kursgewinne auf starke Quartalszahlen deutscher Unternehmen und positive Konjunktursignale zurück. Auch politische Entwicklungen in den USA wirken sich auf die Märkte aus.
Kursentwicklung und treibende Kräfte
Am Mittwoch setzte der Dax seine positive Entwicklung fort und stieg bis zum Mittag um 1,5 Prozent auf etwa 26.255 Punkte. Besonders die Aktien von Heidelberg Materials, der Deutschen Bank und Continental verzeichneten deutliche Kursgewinne. Am unteren Ende der Liste fanden sich dagegen Rheinmetall, Hochtief und die Deutsche Börse.
"Die Anleger schöpfen aus der Vielzahl überzeugender Quartalszahlen neue Zuversicht", erklärte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. “Besonders die Ergebnisse von Heidelberg Materials, Scout24 und Continental sorgen für Kaufinteresse und zeigen, dass die deutschen Unternehmen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds positive Überraschungen liefern können.”
Konjunkturdaten und politische Einflüsse
Die jüngsten Konjunkturdaten geben dem Markt zusätzlichen Auftrieb. "Der deutsche Einkaufsmanagerindex signalisiert weiterhin Wachstum und untermauert damit die Hoffnung auf eine breiter angelegte wirtschaftliche Erholung. Selbst die hohen Energiepreise scheinen diese Entwicklung bislang nicht entscheidend ausbremsen zu können". "Die Anleger setzen zunehmend darauf, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr wieder stärker an Dynamik gewinnt. Die Börse beginnt damit, den erhofften Aufschwung des Jahres 2027 bereits heute einzupreisen." Lipkow betonte, dass die hohen Energiepreise die wirtschaftliche Erholung bislang nicht entscheidend gebremst hätten.
Auch die US-Zwischenwahlen spielen eine Rolle. "Die Investoren erkennen inzwischen die positiven Folgen der veränderten politischen Kräfteverhältnisse. Eine stärkere parlamentarische Kontrolle der Haushaltspolitik könnte die ausufernde Neuverschuldung der USA zumindest begrenzen." Allerdings bleibe dies vorerst eine Hoffnung, wie Lipkow einschränkte: "Die Aussicht auf mehr fiskalische Disziplin trägt dennoch zur Beruhigung bei und unterstützt die jüngste Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar. Auch europäische Bankaktien profitieren von der freundlicheren Marktstimmung."
Währungseffekte
Die europäische Gemeinschaftswährung profitierte von der Marktstimmung. Am Mittwochmittag kostete ein Euro 1,1246 US-Dollar, während ein Dollar mit 0,8892 Euro gehandelt wurde.