Der deutsche Leitindex DAX notierte am Mittwochmittag leicht im Minus. Während einige Quartalszahlen für Kursgewinne sorgten, dämpften bevorstehende US-Ereignisse die Marktstimmung. Symrise verlor trotz positiver Zahlen an Wert.
Quartalszahlen prägen Handel
Am Mittwoch zeigte der DAX gegen 12:30 Uhr kaum Bewegung und lag mit rund 25.570 Punkten 0,1 Prozent unter dem Schlussstand des Vortags. Die Handelsaktivitäten wurden vor allem von den Quartalszahlen großer Konzerne bestimmt. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, erklärte: “Die Handelsaktivitäten im Dax werden am Mittwoch insbesondere durch die vorgelegten Quartalszahlen von Deutsche Bank, Mercedes-Benz und BASF bestimmt”.
Die Zahlen der Deutsche Bank und Mercedes-Benz stießen auf positives Echo bei Investoren. Lipkow ergänzte: "Die Quartalszahlen des deutschen Bankenprimus Deutsche Bank fallen auf wohlwollendes Interesse bei den Investoren. Auch die Daten von Mercedes-Benz können der gesamten Automotivebranche neuen Glanz verleihen. Entsprechend stehen die Aktien von Volkswagen, BMW, Daimler Truck und Mercedes-Benz vorn auf der Gewinnerliste.” Die Aktien von Volkswagen, BMW und Daimler Truck gehörten zu den Gewinnern des Tages.
Anleger halten sich zurück
Trotz der Kursgewinne einiger Unternehmen blieb die Marktstimmung verhalten. Lipkow begründete dies mit den bevorstehenden Quartalsberichten großer US-Konzerne und der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed: "Es reicht aber nicht aus, um die bevorstehenden Dickschiffe in Form der Quartalszahlen von Alphabet und Microsoft bzw. der anstehenden Zinsentscheidung der US-Fed kompensieren zu können. Zu stark sind die Folgeerscheinungen von entsprechenden Überraschungen. Im Vorfeld dieser Mega-Ereignisse üben sich die Marktteilnehmer in Zurückhaltung".
Besonders die Aktien des Duft- und Aromenherstellers Symrise entwickelten sich schwach. Das Unternehmen hatte zwar gesteigerte Quartalszahlen vorgelegt, konnte die Anleger damit aber offenbar nicht überzeugen.
Rohstoffe und Währungen im Überblick
Der Euro verlor leicht an Wert und notierte bei 1,1125 US-Dollar. Der Goldpreis gab um 0,4 Prozent nach und lag bei 4.047 US-Dollar pro Feinunze (116,95 Euro pro Gramm).
Dagegen stieg der Ölpreis deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete 115,30 US-Dollar, ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vortag.