Bayerischer Wirtschaftsminister leblos in Zimmer entdeckt – Ermittlungen laufen
Der bayerische Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist tot in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte aufgefunden worden. Dies bestätigte die Berliner Staatsanwaltschaft am Mittwochabend, wie die F.A.Z. berichtet. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet, um die genauen Umstände und die Todesursache zu klären sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen. Die genauen Hintergründe blieben zunächst unklar. Aiwanger wurde 55 Jahre alt und hinterlässt eine Lebensgefährtin sowie zwei Söhne.
Aiwanger stirbt unerwartet in Berliner Hotel
Laut einem Bericht der Berliner Zeitung soll Aiwanger am Mittwoch aus gesundheitlichen Gründen einen Termin in Berlin abgesagt haben und im Hotel „Neuer Fritz“ geblieben sein. Zuvor war von einer Magen-Darm-Grippe die Rede, wie der Tagesspiegel schreibt. Statt Aiwanger erschien bei der Eröffnung des Hauptstadtbüros der Freien Wähler der bayerische Digitalminister Fabian Mehring. Später sei Aiwanger nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden, so die Deutsche Presse-Agentur.
Staatsanwaltschaft ermittelt ohne Fremdeinwirkung
Die Berliner Staatsanwaltschaft gab an, dass gegen 19 Uhr der Leichnam gefunden wurde. Der stellvertretende Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Michael Petzold, betonte, dass es sich um ein Standardverfahren bei ungeklärten Todesursachen handele. Eine Obduktion sei geplant, um die Ursache zu klären. Petzold erklärte gegenüber der B.Z., dass eine Fremdeinwirkung als Todesursache derzeit ausgeschlossen sei, während er gegenüber Headtopics angab, dass eine Straftat nicht ausgeschlossen werden könne. Die Ermittlungen laufen noch, und die Auffindesituation werde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgegeben.
Politik in Bayern trauert um Aiwanger
Politiker aus Bayern reagierten bestürzt auf die Nachricht. Landtagspräsidentin Ilse Aigner sprach von einem schweren Verlust für die Politik in Bayern und äußerte ihre Fassungslosigkeit. Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete den Tod Aiwangers auf der Plattform X als „absolute Tragödie“ und kondolierte der Familie. Aiwanger war seit 2006 Landesvorsitzender der Freien Wähler Bayern und seit 2018 bayerischer Wirtschaftsminister sowie stellvertretender Ministerpräsident.
Gotthardt übernimmt kommissarisch Wirtschaftsministerium
Im bayerischen Wirtschaftsministerium wird vorerst Staatssekretär Tobias Gotthardt die Amtsgeschäfte übernehmen, wie die F.A.Z. berichtet. Gotthardt kehrt dafür umgehend von einer Delegationsreise aus Singapur zurück. Die Freien Wähler müssen nun entscheiden, wie sie die vakanten Posten besetzen werden.