Der CSU-Bundestagsabgeordnete Konrad Körner hat politische Zugeständnisse für eine mögliche Kandidatur von Ilse Aigner als Bundespräsidentin ausgeschlossen. Das Amt solle frei von politischen Tauschgeschäften bleiben. Aigner gelte weiterhin als populäre Kandidatin, doch die Union müsse einen gemeinsamen Vorschlag finden.
Amt ohne politische Kompromisse
Konrad Körner, CSU-Bundestagsabgeordneter, hat betont, dass das Amt des Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin nicht für politische Deals genutzt werden dürfe. In einem Podcast-Interview wies er Spekulationen zurück, die CSU könnte für eine Unterstützung von Ilse Aigner als Kandidatin Zugeständnisse machen – beispielsweise bei der Mütterrente.
Körner erklärte, er hoffe und erwarte nicht, dass solche Tauschgeschäfte stattfänden. Die aktuelle Diskussion zeige zwar, dass um Namen und Vorschläge gerungen werde, doch verbundene politische Kuhhandel seien nicht im Spiel. Das sei auch angemessen für das Amt.
Aigner bleibt aussichtsreiche Kandidatin
Ilse Aigner, derzeit Präsidentin des Bayerischen Landtags, gilt laut Körner weiterhin als starke Kandidatin für das höchste Staatsamt. Ihr Name habe sich nicht abgenutzt, sondern an Popularität gewonnen. Dennoch betonte der CSU-Politiker, die Union müsse am Ende einen gemeinsamen Vorschlag unterbreiten.
Neben Aigner nannte Körner auch Karin Prien, Julia Klöckner und Ines Claus (alle CDU) als geeignete Kandidatinnen. Ob eine Nominierung Aigners jedoch Markus Söder (CSU) den Weg nach Berlin versperren würde, ließ er offen. Körner verwies stattdessen auf die aktuelle politische Lage: Friedrich Merz sei Bundeskanzler und werde dies voraussichtlich noch längere Zeit bleiben.