Dennis Radtke, Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, übt scharfe Kritik am Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump. Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland seien zwar normal, doch deren Instrumentalisierung für Trumps Wahlkampf sei verstörend und erbärmlich. Trump schade mit seiner Politik massiv der deutschen Industrie, auch der Automobilindustrie.
Forderung nach Konsequenzen für Volkswagen
Radtke forderte den Volkswagen-Konzern auf, aus dem Auftritt Konsequenzen zu ziehen. Wenn die Ethik- und Compliance-Regeln für Vorstand und Aufsichtsrat mehr darstellen sollten als eine Mischung aus Management-Kalenderblattsprüchen und Wandtattoos, dann müssten sie sich jetzt klar dazu positionieren, sagte er dem "Handelsblatt".
Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der dem VW-Aufsichtsrat angehört, nahm Radtke in die Pflicht. Lies sei als Vertreter des Landes im Aufsichtsrat erstaunlich wortkarg.