Die Bundesregierung will Deutschland bis 2030 als souveräne KI-Nation positionieren. Ein heute vorgestellter Bericht der KI-Taskforce sieht 18 Maßnahmen vor, um den Rückstand zu den USA und China zu verringern. Die kommenden zwölf bis achtzehn Monate gelten als entscheidend für die Umsetzung.
Ziele und Maßnahmen des KI-Fahrplans
Die Bundesregierung hat ehrgeizige Pläne vorgelegt, um Deutschland bis 2030 zu einer "souveränen KI-Nation" zu machen. Der heute dem Nationalen Sicherheitsrat vorgelegte Bericht der KI-Taskforce enthält 18 ressortübergreifende Maßnahmen. Ziel ist es, den Abstand zu den führenden KI-Standorten USA und China deutlich zu verkleinern.
Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen KI-Technologien einsetzen. Zudem ist geplant, dass 90 Prozent der Bundesbehörden mindestens eine KI-Anwendung produktiv nutzen. KI-Agenten sollen Verwaltungsvorgänge vorbereiten und, wo rechtlich möglich, vollautomatisiert abschließen.
Ausbau der Infrastruktur und internationale Zusammenarbeit
Die Rechenzentrumskapazität für KI soll bis 2030 gegenüber 2025 um 300 Prozent wachsen. Gleichzeitig will Deutschland den Zugang zu global führenden KI-Modellen sichern und europäische Alternativen stärken. Besonders die Zusammenarbeit mit Frankreich und Kanada soll ausgebaut werden.
KI made in Germany soll vor allem durch hochspezialisierte Modelle für industrielle Anwendungen überzeugen. Der Staat soll als strategischer Ankerkunde auftreten und europäischen KI-Anbietern mit öffentlichen Aufträgen und Pilotprojekten den Markteintritt erleichtern.
