Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland ist im Oktober 2026 auf den niedrigsten Wert für diesen Monat seit 15 Jahren gesunken. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden 5.707 Neuzugänge registriert – ein Rückgang um 70 Prozent gegenüber 2024. Innenminister Alexander Dobrindt sieht darin eine Trendwende.
Historischer Rückgang der Neuzugänge
Im Oktober 2026 verzeichnete Deutschland 5.707 Asylerstanträge und Neuzugänge im Asylverfahren. Das entspricht einem Rückgang von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (8.823) und knapp 70 Prozent weniger als im Oktober 2024, als noch 19.785 Personen registriert wurden. Damit wurde der niedrigste Oktober-Wert seit 2011 erreicht, als 4.106 Anträge gestellt wurden.
Die Daten stammen aus einer aktuellen Statistik des Bundesinnenministeriums, über die die Zeitung "Bild" berichtet. Die Entwicklung wird von der Bundesregierung als Erfolg der Migrationspolitik gewertet.
Dobrindt spricht von Trendwende
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bewertete die Zahlen positiv. In einer Stellungnahme sagte er: "Wir drängen die illegale Migration erfolgreich zurück. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung dauerhaft zu sichern: Wir ordnen, steuern und kontrollieren illegale Migration konsequent und mit klarem Kurs – in Deutschland und gemeinsam mit unseren Partnern auf europäischer Ebene."
Dobrindt betonte, die Bundesregierung setze auf eine konsequente Steuerung der Migration auf nationaler und europäischer Ebene. Konkrete Maßnahmen nannte er nicht.