Obduktion: Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung bei Tod des Freie-Wähler-Chefs
Der bayerische Vize-Regierungschef und Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ist nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion ohne Fremdverschulden gestorben. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit, wie der Bayerische Rundfunk und die Tagesschau berichten. Laut Sprecher Michael Petzold gebe es Hinweise darauf, dass ein natürlicher Tod vorliege, weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen stünden jedoch noch aus. Aiwanger war am Mittwochabend leblos in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden worden. Tagsüber hatte er wegen gesundheitlicher Probleme nicht an der Eröffnung des Hauptstadtbüros seiner Partei teilnehmen können und sich vertreten lassen.
Todesermittlungen um Aiwanger eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft leitete ein Todesermittlungsverfahren ein, bei dem Spurensicherung und Gerichtsmedizin hinzugezogen wurden. Wer den 55-Jährigen fand, ist bisher nicht öffentlich bekannt. Aiwanger war von Beamten des bayerischen Landeskriminalamtes begleitet worden, wie ein LKA-Sprecher bestätigte. Die genauen Umstände der Auffindung blieben jedoch unklar.
Politiker trauern um Aiwanger bundesweit
Aiwanger lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen und hinterlässt zwei Kinder. Sein Tod löste parteiübergreifend Bestürzung aus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und weitere Politiker zeigten sich tief betroffen. In München soll ab Freitag ein Kondolenzbuch im Prinz-Carl-Palais ausliegen, zudem ordnete Ministerpräsident Markus Söder Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden an.
Freie Wähler suchen nach neuem Kurs
Die Freien Wähler müssen sich nun neu aufstellen. Ein für den 14. November geplanter Bundesparteitag wurde verschoben, Partei und Fraktion wollen bis zum Wochenende über das weitere Vorgehen beraten. Im bayerischen Wirtschaftsministerium übernimmt vorerst Staatssekretär Tobias Gotthardt die Amtsgeschäfte.