Trotz Wahlsieg in Mecklenburg-Vorpommern bleibt die AfD ohne Koalitionspartner.
Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen, doch eine Regierungsbeteiligung scheint unwahrscheinlich. Wie die Berliner Zeitung berichtet, feiert die Partei zwar öffentlich ihren Erfolg, doch intern beginnt bereits eine Neuordnung. Landeschef Leif-Erik Holm betonte am Montag in Berlin, man habe ein „grandioses Wahlergebnis“ erzielt und die bisherige Regierung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) „aus dem Feld geschlagen“. Holm kündigte an, alle Parteien zu Gesprächen über eine mögliche Regierungsbildung einzuladen, obwohl diese zuvor eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen hatten. „Wir wollen es zumindest versuchen“, so Holm.
AfD scheitert an Regierungsbildung in MV
Laut dpa sieht Holm die AfD trotz des Wahlsieges in der Opposition, da keine anderen Parteien zu einer Zusammenarbeit bereit sind. Die Partei habe keine Partner gefunden, um eine Regierung zu bilden, heißt es in der Meldung. Holm selbst sitzt nicht im Landtag, was die interne Diskussion über die künftige Ausrichtung der AfD in Mecklenburg-Vorpommern zusätzlich anheizt.
Interne Machtkämpfe spalten AfD in Berlin
Die Berliner Zeitung berichtet zudem von wachsender Kritik an Holm innerhalb der Partei. Seine Kritiker sondieren bereits mögliche Machtoptionen, was auf eine interne Zerrissenheit hindeutet. Während Holm nach außen hin als gestaltende Kraft auftritt, wird intern über den künftigen Kurs diskutiert. Ob die AfD tatsächlich in der Opposition bleibt oder doch noch eine Lösung findet, bleibt abzuwarten.