Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für einen staatlichen Preisdeckel für Benzin und Diesel aus. Die Zustimmung ist laut einer aktuellen Forsa-Umfrage auf 69 Prozent gestiegen. Die Bundesregierung plant eine befristete Einführung nach europäischem Vorbild.
Hohe Zustimmung im Osten und bei Linken
Besonders hoch ist die Zustimmung im Osten Deutschlands: 81 Prozent der Befragten wünschen sich dort eine Spritpreisbremse, im Westen sind es 67 Prozent. Vor allem Anhänger von SPD und Linken fordern staatliches Eingreifen.
Unter den AfD-Sympathisanten lehnen hingegen etwa ein Drittel (35 Prozent) verbindliche Höchstpreise an der Zapfsäule ab. Aktuell sprechen sich 26 Prozent aller Deutschen gegen eine solche Maßnahme aus, fünf Prozent antworteten mit "weiß nicht".
Hintergrund und Pläne der Bundesregierung
Durch den Konflikt im Nahen Osten sind die Benzinpreise stark gestiegen. In anderen europäischen Ländern wie Luxemburg und Belgien gibt es bereits staatlich festgelegte Höchstpreise für Sprit.
Die Bundesregierung plant nun die Einführung eines befristeten Preisdeckels nach diesen Vorbildern.
Methodik der Umfrage
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die Erhebung im Auftrag des "Stern" und des Senders RTL 1.001 Deutsche am 17. und 18. September 2026.