Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) spricht sich für mehr digitale Souveränität in Europa aus, lehnt jedoch eine Abschottung von internationalen Partnern ab. Er betont die Notwendigkeit sicherer Datenkontrolle und europäischer Lösungen, um Versäumnisse bei Schlüsseltechnologien wie KI zu vermeiden.
Zusammenarbeit bleibt notwendig
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat sich am Rande des Digitalgipfels für eine Stärkung der digitalen Souveränität Europas ausgesprochen. Eine vollständige Abschottung von internationalen Partnern lehne er jedoch ab, sagte der CDU-Politiker gegenüber den Fernsehsendern RTL und ntv. "Souveränität kann ja nicht heißen, dass wir in Ablehnung sind, dass wir alles alleine machen".
Europa werde auch künftig auf die Zusammenarbeit mit US-Unternehmen angewiesen sein. Wildberger forderte, dass dabei die Sicherheit der Daten und die Kontrolle darüber gewährleistet sein müssten. "dass die Daten sicher sind, dass wir auch Kontrolle behalten".
Europäische Lösungen als Priorität
Die Bundesregierung setzt verstärkt auf eigene europäische Ansätze, um mehr Wahlfreiheit bei digitalen Technologien zu ermöglichen. Für Wildberger bedeute Souveränität vor allem, selbst entscheiden zu können, welche Lösungen genutzt werden. "Wahlfreiheit zu haben, entscheiden zu können: Auf welche Lösung setze ich?".
Der Minister verwies auf Versäumnisse der vergangenen 15 Jahre, in denen Europa bei Cloud- und Chiptechnologien zu wenig im Wettbewerb vertreten gewesen sei. Dies dürfe sich bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz nicht wiederholen. "Das darf uns bei KI nicht passieren".